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Music, Sound & Heilkunst ...

 

Musik und Sound sind ein mächtiges Werkzeug. Ähnlich wie das Wort kann Musik und Klang dich betören, deine Stimmung heben oder dich in Rage bringen. Aber: Musik wirkt im Gegensatz zu den Worten von „unten nach oben“, vom Unbewussten in das Bewusste. Geniale Kompositionen schaffen es, ganze Bild- und Emolandschaften in dir entstehen zu lassen … ganz ohne Worte.

Tatsächlich können die (verstehbaren) Worte in der Musik stören, da sie den potentiell vielschichtigen Bedeutungsspielraum einengen und manipulieren.

 

Manchmal versackt die Musik, der Sound auch auf dem Weg, entzieht sich deinem Verstand und du wunderst dich, was da emotional und überhaupt mit dir passiert, seitdem du dieses sonderbare Stück gehört hast … Oder ein Track gräbt sich in deinen Hörapparat und in dein Hirn, verfolgt dich quer durch deine Träume und deinen Tag ... Musik bzw. Sound kann auch gezielt und manipulativ als sonic weapon (Klangwaffe) eingesetzt werden, nicht nur im Science Fiction ... 

 

Musik kann Verdrängtes, Unterdrücktes und „Vergessenes“ Material an die Oberfläche spülen: Mit ihren jeweiligen Frequenzen und Klängen dockt sie im Unterbewusstsein an einzelne Komponenten an und kann so ganze Erinnerungskomplexe, die mit jenen angetriggerten Komponenten verknüpft sind, dem Tagesbewusstsein zuführen. 

Dies kann bei dementiellen Erkrankungen, bei Komapatienten/innen und bei der Bewältigung von Traumata, die mit dissoziativen Zuständen einhergehen, hilfreich sein.

Jedoch bedarf es hier unbedingt der psychotherapeutischen Fürsorge und Achtsamkeit, damit die zutage tretenden Inhalte auch mit dem Klienten ggf. weiter bearbeitet werden können.

 

Es gibt nahezu unendliche Möglichkeiten, Musik und Klang im therapeutischen Umfeld einzusetzen.

Dabei wird oft zwischen aktiver und rezeptiver oder passiver Musiktherapie gesprochen. Die Unterscheidung bezieht sich auf die Rolle des Klienten/der Klientin: Bei der aktiven Intervention, nehmen die Klienten die Rassel selbst in die Hand, bei der passiven oder rezeptiven Anwendung geschieht dies durch den Therapeuten, er oder sie „rasselt“ für die Klientin.

 

Ich arbeite mit beiden Methoden, wobei jedoch (meist) der Einsatz der rezeptiven Variante überwiegt. Viele Menschen kommen zu mir, um sich an etwas erinnern zu können. In diesem Fall funktioniert meiner Erfahrung nach der passive Weg besser. 

Der aktive Ansatz, v.a. die Arbeit mit der eigenen Stimme ist besonders effektiv bei depressiven Erkrankungen und Angststörungen, wenn die Klienten sich nach erstem „Fremdeln“ darauf einlassen können.

 

Die Macht und Möglichkeiten der eigenen Stimme werden in unserer Gesellschaft völlig unterschätzt. Obwohl sie doch unser Hauptmusikinstrument ist, ein Geschenk, das wir ständig bei uns tragen … 

 

 

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