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Hier finden Sie eine Auswahl meiner Essays (Fragmentaries), Lyrik (Lyricals) und Audios.
Here you find a wild selection of my essays (fragmentaries), poems (lyricals) and musical compositions (audios).
 
Aktuell arbeite ich intensiv an einem deutsch- und an einem englischsprachigen Roman, sowie an kurzformatigen Projekten.
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Auf dem Weg zu Beltane: Die Verbindung mit dir selbst …

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Unser Alltag lockt mit unendlich vielen Versuchungen, uns von uns selbst wegzuidentifizieren: Hinein in die verschiedenen Level deiner Everyday-Office-Games, deiner Beziehungsspiele, Fantasiereisen … Viele Menschen merken gar nicht, dass sie nicht mit sich selbst verbunden sind: Zu eng ist die Bindung an ihre diversen Jobs, an die Partnerin, an eine Lebensvision.

 

So eng, dass du nicht mehr spüren kannst, wo die Grenze ist, zwischen deinem Job und deiner Person … wo du aufhörst, wo dein Partner beginnt … was Zukunft, und was Gegenwart ist.

Zu viel Nähe, also jene, die dich mit etwas anderem verbacken und verschmelzen lässt, macht blind. Vor allem auch blind für dich selbst.

 

Du hast dein Herz (und manchmal auch dein Hirn) in deinen Job, in deinen Partner, in deine Vision verpflanzt und bist zu einem Zombie geworden. Und damit existentiell abhängig vom Verlauf deiner Karriere, vom Goodwill und der Existenz deines Partners und der Nicht-Erreichbarkeit deiner Vision.

Ja, du hast richtig gelesen: Nicht-Erreichbarkeit. Denn eine Vision wird völlig uninteressant, sobald sie umgesetzt wurde … dann musst du ganz schnell eine neue Vision aus deinem Zauberhut hervorzaubern, damit du dich wieder aus dem Hier und Jetzt wegidentifizieren kannst.

 

Wozu brauchen wir das eigentlich … dieses sich von uns selbst Wegidentifizieren?

 

... Um den Schmerz nicht zu spüren:

Die Traurigkeit, die sich in mehrdimensionalen Wolkenlandschaften in dir stapelt. Die Empörung über die Ungerechtigkeiten, die du im Laufe deines Lebens nicht verdauen konntest. Die tiefe Einsamkeit, die sich durch deine ersten Lebensjahre zog. Der nach wie vor nagende Neid auf deine Geschwister, die es so viel leichter hatten wie du.

... Um die eigene Stärke und Schönheit nicht zu spüren:

Damit du fortfahren kannst, die Schuldnummer zu praktizieren und vor allem zu projizieren. Damit du nicht heraustreten brauchst aus deiner gewohnheitsbasierten Wohlfühlblase. Damit du nicht das Risiko der Eigenverantwortung, Positionierung und der damit verbundenen Verletzbarkeit eingehen musst.

 

Letztendlich steckt unter alldem die tiefe, menschliche Angst vor der eigenen Sinn- und Bedeutungslosigkeit: Wir benutzen den Job, den Partner, die Vision, das Festhalten an unserer Vergangenheit … um uns im unterirdisch wabernden Chaos pseudozuverankern. Damit wir nicht unter- und verlorengehen.

Wir glauben, wenn wir uns über Beziehungen, Besitztümer, Wissen, emotionale Verstrickungen usw. massetechnisch vergrößern, sozusagen „an Gewicht zulegen“, werden wir für die Götter des Chaos zu unverdaulichen Brocken und daher vom Wandel und von der Vergänglichkeit verschont.

Das funktioniert leider nicht. Du weißt es. Ich weiß es. Trotzdem …

 

Die Walpurgisnacht und Beltane nahen. Und damit das Leben, das sich ohne Verbindung nicht manifestieren kann. Bevor du also am kommenden Sonntag oder Montag mit fliegenden Fahnen über das Mai-Feuer in die äußere Verbindung und Ekstase springst, nutze die nächsten Tage/Nächte, um über deine Verbindung zu dir selbst zu reflektieren.

Wofür schlägt dein Herz, wenn du alle Identifikationsobjekte, also Job, Partner/in, Lebensvisionen, Schmerz- und Traumaanhaftungen und sonstige Geschichten weglässt … wofür lebst du oder anders gefragt, welchen Sinn gibst du deinem Leben?

 

© Ann-Uta Beißwenger 2017

 

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Wortgemälde für den Weg

Eine Liebeserklärung an das Leben, den Tod und das Dazwischen

Lyrik - Kurzprosa - Fragmente

ISBN: 978-3-7412-7390-2

TB, 264 Seiten

 

 

 

 

 

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