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"Jede Note

Ein Bote

Der Stille

Die jedem 

Ton innewohnt

 

Jede Note

In ihrem

Schweigen

Die Schönheit

Der Schöpfung

Vertont"

 

© Ann-Uta Beißwenger, 22. Mai 2020.

 

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Der virale Tanz in den Mai … 

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Der Tag der Arbeit wird ein langer werden. Dauert bestimmt ein Jahr oder auch zwei. Auch wenn wir unser Alltagsschiffchen bereits aus dem Lockdown-Modus Richtung Lockerungsgewässer steuern … die Krise nach der Krise deutet sich bereits als Konfrontation auf hoher See an. Der Kompass zickt und zuckt, kämpft gegen die unsteten Gezeiten.

 

Die Ernüchterung und Verunsicherung sitzt tief in unseren humanoiden Knochen. Jede Bewegung, jeder Schritt mutiert zu einem klammen und bangen Akt.

Ein Schritt vor oder besser doch zwei zurück?

Quo vadis ... du ... ich ... Deutschland ... Welt … nach den Erkenntnissen der letzten Wochen und Monate?

Ärmel hochkrempeln und wieder mal einen Wiederaufbau starten oder doch lieber alles neu macht der Mai?

 

Da hocken sie regelmäßig in den manchmal klug inszenierten Talkshows, die Säulen unserer Gesellschaft: die Politiker und der Klerus der Wissenschaftler. Bröckeln und stückeln sich gewichtig durch Prime Time und triste Nächte.

Diejenigen, die selbst am wenigsten wirtschaftliche und soziale Folgen zu fürchten haben, entscheiden über die Gegenwart und Zukunft derer, für die viel bis alles auf dem Spiel steht.

 

Die politische Landschaft blüht und gedeiht auf dem Nährboden der Corona-Krise. Also, zumindest die schwarze mit den roten Scholzpartikeln. Ansonsten ist es erschreckend farblos geworden und wir finden uns wieder in einem dunklen Wald voller schwarzer Fichten (ok … mit roten Zapfen, um im Bild zu bleiben). Was noch vor ein paar Wochen schlüssig und „potent“ wirkte, verströmt mittlerweile einen etwas anrüchig-moschus-harzigen Nebenduft.

 

Man könnte sich die Frage stellen, ob so mancher gar Gefallen gefunden hat, an dem Bedeutungs- und Machtzuwachs.

Man könnte sich fragen, ob das in den Medien effektvoll zur Schau gestellte Tauziehen zwischen exekutiver Verhältnismäßigkeit und wissenschaftlich-basierter Düsterdenke ein Irrlicht ist, das unser Alltagsschiffchen weiter auf die hohe See hinauslotst und nicht in einen sicheren Hafen.

 

Der Euroesel macht enorme Überstunden und druckt und druckt. Das ist bemerkenswert und ja, wir sollten dankbar dafür sein und ihm einige Kilo EU-gezüchtete Extrakarotten spendieren. Nur, sofern wir selbst ein paar seiner Dukaten abbekommen haben und nicht durch die Berechtigungsmaschen gefallen sind, versteht sich.

 

Und dann …: Quo vadis? Auf welches Huftier soll man setzen, wenn man im Nebel all der gegenwärtigen Unsicherheiten noch gar nicht sehen kann, welcher Beschaffenheit der Pfad sein wird, den es nun zu beschreiten gilt? Werden breite Pferderücken überhaupt noch dienlich sein, wenn es gebirgig-gewunden wird? Brauchen wir vielleicht eher ein Kamel mit Maulnasenschutz, das uns sicher durch die bevorstehende, nicht nur viral bedingte Wüste schaukelt? Oder doch das Nashorn ... für alle Fälle?

 

Ja – hinterher ist man immer schlauer … oder zumindest meist. Anfang März konnte niemand vorhersehen, wohin uns der restriktive Kurs trägt. Doch nun sehen wir es und die meisten fühlen es.

 

Viele Entscheidungen stehen an. Viele müssen ihre Huftiere umsatteln. Und auch ihre Herzen, die inzwischen erkennen mussten/durften, wie einsam sie sind ohne physisch manifestierte Bespaßung und Ablenkung von außen.

 

Der Tag der Arbeit wird ein langer werden. Vielleicht wird er sogar ein oder zwei Jahre andauern. Noch können wir ihn aktiv mitgestalten, diesen Tag.

Krempeln wir also die Ärmel hoch und die Hirne … und idealerweise auch die Herzen …

 

© Ann-Uta Beißwenger, 1. Mai 2020

 

 

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