Liebe Blog-Besucher/innen,

Dear visitors of my blog,

 

herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 
Mein Name ist AnU.
Die Technik-Prüfung ist bestanden und nun "darf" ich mich um meine Semester-Abschlusskomposition kümmern ... und weiter Musiktheorie lernen.
Daher habe ich mir für die kommenden Wochen eine Blog-Pause verordnet.
Ich muss mich auch um die Finanzierung des nächsten Semesters kümmern.
Da dieses eine doppelte Studiengebühr (plus Zugtickets nach FFM) bedeutet, weiß ich zur Zeit nicht, wie ich das finanztechnisch hinbekommen soll (trotz Arbeiten rund um die Uhr ... ich habe definitiv den falschen Job, moneywise betrachtet ...).

Bitte unterstütze mein Studium, Schreiben und Komponieren mit deiner Spende/Kooperationen/Sponsoring ... 

 
My name is AnU.
I have passed intermediate-exams ... now finals and the major final composition are coming up. Therefore I will need all my time and energy to somehow get myself to focus on composing (and studying) "on the grid". Also I am worried about how to manage the next semester as this will mean double academy-fees plus all those nasty train-tickets to Frankfurt. I am already working night and day, but it seems, I definetely have the wrong job, moneywise at least.
Please support my musical professionalization, my writing and composing  with your donation/cooperation/sponsorship:
 
Vielen Dank! Thank you!
 

Die Ahnen-Zeit beginnt ...

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Das Sammeln von Informationen über unsere Vorfahren und deren Lebenswege dient als unabdingbare Ausgangsbasis und Sprungbrett für die sorgfältige Herausarbeitung der von Generation zu Generation weiter gereichten Themen und energetischen Cocktails. Über das Herausfiltern der in unseren Ahnen-Linien wirksamen Anhaftungs- und Identifikationsstrukturen und –arrangements halten wir den Schlüssel für das tiefe Verstehen unseres eigenen So-Seins sowie unserer Beziehungsausgestaltungen im Hier und Jetzt in den Händen.

 

Dies ist überaus hilfreich für unsere Entwicklungswege und Selbsterkenntnis.

Indem wir über und für uns mehr Transparenz und Klarheit erarbeiten, unterstützen wir durch unsere schrittweisen Kursänderungen im Fühlen, Denken, Handeln auch die Transformation des Kollektivs – rückwirkend

Viel Durchhaltevermögen, Geduld und noch mehr Achtsamkeit im Alltäglichen sind dafür erforderlich.

 

Fallstricke, die es zu beachten gilt ... 

 

Wenn unsere Ent-Wicklungsarbeit Früchte tragen soll, müssen wir uns im Verlauf der Prozesse von den konkreten Personen und persönlichen Geschichten lösen: Das Entscheidende für das Verstehen und Lösen von Verstrickungen ist die Energie (das Thema/die Cocktails ...), mit welcher eine Person im System wirksam ist, und über die sie sich mit anderen verstrickt.

 

Die persönliche Ebene zu verlassen bedeutet auch, unsere eigenen Tentakel aus dem Großen Ganzen herauszuhalten und bei uns zu bleiben, in unserem eigenen Hof zu kehren.

Das vergessen wir häufig und tragen in einer Art Missionseifer und Sendungsbewusstsein die „leuchtende Transformationsfackel“ in einem Feldzug gegen Anhaftungen und Verstrickungen in unser Kollektiv hinein. Wir übersehen dabei das grenzüberschreitende Element bzw. akzeptieren es als „notwendige Maßnahme auf dem Weg zur Befreiung“. Der Zweck heiligt und legitimiert die Mittel (?).

 

Damit bewirken wir oft genau das Gegenteil von Lösung und Heilung: Die Verfestigung und die Verstärkung dessen, was wir zu lösen gedachten. Das Pendel der Transformation schlägt in die entgegengesetzte Richtung. 

Veränderungen erfordern Zeit, Raum und Bedingungen, in welche wir aufgrund unserer begrenzten Kenntnis keinen oder nicht genügend Einblick haben. Lösung und Heilung lassen sich nicht erzwingen und herbei manipulieren, „weil wir das wollen“.

 

Es erinnert mich an das Szenario in einem surreal anmutenden Operationssaal – wir sind auf Dauerbereitschaft, etwas zu entfernen, (neu) zusammenzufügen oder „Ersatzteile“ einzubauen. Aber wir verkennen unsere Rolle – wir sind nicht die Operateure, sondern die Assistenten, die die Haken halten, damit die OP-Region schön offen und zugänglich bleibt.

 

Auf meinem eigenen Weg und in der Begleitung von transgenerationalen Arbeiten anderer, habe ich vor allem drei beliebte Mechanismen und Tendenzen „die Haken zu halten“ beobachtet.

 

1. Kapitulation: „Mein Vater/meine Mutter ... war auch schon so“ ...

 

Bei der Herausarbeitung der energetischen Verstrickungen und Themen hat uns der kollektive Sog des Systems erfasst. 

Nach innen (teil- und oder unbewusst) fühlen wir uns der Familienenergie ausgeliefert und kapitulieren. 

Nach außen rechtfertigen wir uns mit der Grundaussage „ich kann nichts dafür, XYZ war auch schon so/das ist eben so in unserer Familie, da kann man/frau nichts machen ...“

 

Es ist voll in unserem OP-Saal – die ganze Sippe steht am OP-Tisch und hält gemeinsam die Haken. Wir stellen uns hinten an und sollte jemand vor Erschöpfung umfallen, springen wir mit fliegenden Fahnen und voller Selbstaufopferung ein.

 

Entwicklungsimpuls: Klare Indikation zur Entsüchtung von transgenerationalen Mustern.

 

2. Der Oberchecker: „Ich hab’ das System durchschaut und nehme das jetzt in die Hand!“ ...

 

Wir haben die Dynamiken und Muster in unserem Kollektiv durchgearbeitet und viele Erkenntnisse darüber gewonnen. Wir fühlen uns berufen, zur Tat zu schreiten und nun mittels verschiedener Techniken, z.B. im Rahmen Systemischer Aufstellungen usw., Veränderungen im System zu bewirken – selbstverständlich in unserem Sinne.

 

Wir bemerken nicht (oder wollen es nicht sehen), dass wir uns mit unserem Ansinnen und Handeln über unsere Ahnen und die mit ihnen in Wechselwirkung stehenden vielschichtigen Verwicklungen und Bedingungen stellen: „Wir regeln das, was die Altvorderen nicht hinbekommen haben“. 

In unserer Ignoranz nehmen wir dem System die Chance aus sich selbst heraus, wenn die Bedingungen dafür „reif“ sind, zu wachsen, zu heilen und Frieden zu finden.

 

Im OP-Saal marschieren wir direkt zum OP-Tisch, stoßen die anderen, die dort stehen zielstrebig und bestimmt weg. Im (Irr)glauben (Er)lösung zu bringen, versuchen wir, dem Operateur die Werkzeuge aus der Hand zu nehmen. Wir fühlen uns heldenhaft und groß-artig, verkennen jedoch die Fakten: Wir können nicht wissen, wie und wo wir die Werkzeuge heilsam zum Wohle des Gesamtsystems einsetzen sollen. In unserer Verblendung erstrahlt unser Ego in neuem Glanz. Wir erzeugen (künstliche) Spaltungen und provozieren Wundheilungsstörungen im System, da wir an den falschen Stellen und mit den falschen Mitteln operieren.

 

Entwicklungsimpuls: Heilung kann nur am Ursprung der Verletzung entstehen – von Innen nach Außen. In Entfernung vom Ursprung können Impulse der Heilung nach Innen gesendet werden – jedoch entscheidet das Kollektiv und das Geflecht der „Insgesamtbedingungen“, was damit passiert. Der stärkste Impuls ist und bleibt die eigene Entwicklung im Hier und Jetzt!

 

3. Der Rebell – „Ihr könnt mich mal – ich mache alles anders (= besser)“ ...

 

Je mehr wir über die Familienenergie unserer Sippe erfahren, um so mehr gehen wir innerlich (und vielleicht auch äußerlich) auf Distanz: Wir wollen damit nichts zu tun haben. Was „die da“ so veranstaltet haben, geht gar nicht. Wir gehen eigene Wege, machen das alles „anders“ (= besser).

Insbesondere in der Pubertät ist diese „Haken-Haltung“ häufig und relativiert sich meist im Verlauf des Erwachsenenalters. Wenn wir sie auch als Erwachsene weiter pflegen, verdrängen wir, dass wir die Familienenergie – ob uns dies nun passt oder nicht – zwangsläufig über die genetischen und sozialisierten Erbschaften in uns tragen. Indem wir „unser Erbe“ ablehnen, bleibt es trotzdem bestehen und wirkt – oft auf gegenpolige Weise – in unserem Alltag weiter. So möchten wir uns z.B. von Strenge und Ordnung in unserer Herkunftsfamilie distanzieren und flüchten uns in Chaos und Unverbindlichkeit und stärken damit die Familien-Grundenergie.

 

Im OP-Saal gehen wir bewusst zur anderen Seite des OP-Tischs und halten die Haken von der „Gegenseite“. Nur weil wir am OP-Tisch die Seite wechseln, bedeutet nicht, dass sich grundsätzlich etwas verändert – im Gegenteil: Das was wir ablehnen, wird gestärkt. Die Verwandtschaft auf der anderen Seite des OP-Tischs hält die Haken noch fester.

 

Entwicklungsimpuls: Um die eigenen Erbschaften und damit auch das eigene So-Sein annehmen und akzeptieren zu lernen, steht hier die differenzierte(re) Herausarbeitung der energetischen Cocktails einschließlich der jeweiligen biographischen usw. Umstände im Vordergrund. Wichtig ist dabei auch die besondere Berücksichtigung all der Schätze und Talente, die in unseren Ahnen-Linien verborgen sind, und nicht nur die einseitige Fokussierung auf vermeintlich "Negatives".

 

Die sich aus alldem ergebende Frage lautet: Auf welche Weise hältst du die Haken?

 

Wenn wir uns wirklich aus tiefstem Herzen Transformation und Heilung für uns selbst und unser Kollektiv wünschen, müssen wir lernen, mittel-/langfristig die Haken auf der Grundlage von Weisheit und Mitgefühl loszulassen und den OP-Saal zu verlassen

Damit die Wunden dort heilen können, wo sie entstanden sind. Zu ihrer Zeit und mit Hilfe der dafür not-wendigen Bedingungen.

(Und damit der OP-Saal für wirkliche Notfälle frei bleibt!)

 

 

© Ann-Uta Beißwenger 2015 und 2016

 

 

Sie möchten die „Themen“ Ihres Kollektivs in der Tiefe beleuchten und wünschen sich dafür erfahrene und „unbestechliche“ Begleitung? Ich begleite Sie gerne, mit offenem Herzen und wachem Verstand – im Einzelsetting und/oder in der Gruppe derzeit in Kassel/Frankfurt/M und Horn-Holzhausen. Hier können Sie  mit mir Kontakt aufnehmen .

Infos zu Therapeutischen Retreats finden Sie  hier.

 

Aktueller Veranstaltungstipp:

"Ahnen-Abend" am Mittwoch 9. November ab 19.30 Uhr im KulturSaal der Buch-Oase Kassel.

Weiter Infos hier.

 

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Ab sofort über den Buchhandel und online erhältlich, mein Buch (in Print- und Ebook-Version):

 

Wortgemälde für den Weg

Eine Liebeserklärung an das Leben, den Tod und das Dazwischen

Lyrik - Kurzprosa - Fragmente

ISBN: 978-3-7412-7390-2

TB, 264 Seiten

 

 

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