Liebe Blog-Besucher/innen,

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herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 
Die Vorarbeiten für die EP-Produktion haben begonnen ... ich bin dabei einen Katalog für potentielle Distributors/Plattenlabels zu erstellen. Daher sind einige meiner Songs aus dem Blog "verschwunden". Falls ihr eure Favorites nicht mehr findet: Don't worry, be happy ... denn diese gibt es vielleicht bald in "neuem (professionellerem) Gewand" auf EP im März 2020 ... Falls ihr einen Song findet/hört und euch fragt, "wieso hat sie den nicht in die Auswahl mit reingenommen" ... just eMail me :). Danke für eure Mithilfe!
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Preparations for my EP-production have begun. I am in the midst of compilating a catalogue of old (and new) songs for potential distributors/record labels. Therefore you might not find your favorite in this Blog anylonger, because I have picked it for the pre-selection: Don't worry, be happy, because it might reappear in a new (and more professional) disguise on my EP in March 2020. In case you spot a song and wonder, why I havn't chosen it for my pre-selection, feel free to eMail me. Thank you.

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F*cking Monday-Morning: Die Brot-Revolte ...

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F*cking Monday-Morning oder
über die Kunst eine Scheibe Brot auf politisch korrekte Weise herzurichten und zu verspeisen
 

Das Brot deines Biobäckers um die Ecke, sorgfältig mit politisch korrektem Papier umwickelt, liegt warm in deinem Rucksack. Hast es mitsamt der Brötchenration für dein sonntägliches Frühstück erjagt.

Wie man das halt tut, legst du es zu Hause in dem dafür vorgesehenen, aus nachhaltiger Baumwolle gefertigten Brotbeutel ab. Wartest mit dem Scheibenschneiden, damit sich das Brot nicht unnötig aufregt.

Wenn es dann eine Nacht ruhen konnte, in seinem heimeligen Baumwollbeutel, schreitest du zur Tat.

So ein Brot verdient die traditionelle Schneide-Weise, eine dieser modernen Brotschneidemaschinen wäre politisch nicht korrekt. Du zückst das Brotschneidemesser mit Lindenholzgriff. Kühl und vielversprechend liegt es in deiner Hand. Du setzt an – ganz vorsichtig und mit viel Achtsamkeit, damit die Scheiben nicht zu dick und nicht zu dünn werden. Preußisches Mittelmaß ist gefragt.

 

Wie jeden Montagmorgen, erreichst du das dir gesetzte Mittelmaß nicht. Du produzierst zu dünne und zu dicke Scheiben, dazu noch schief. Du findest das beschämend – bist jedoch zu müde und zu hungrig, um dich damit weiter auseinanderzusetzen.

Nimmst zwei der Scheiben, eine etwas zu dicke, eine etwas zu dünne und legst sie auf deinen kalten, empfangsbereiten Ikea-Teller.

Die restlichen Brotscheiben umwickelst du mit dem politisch korrekten Papier und packst sie vorsichtig zurück in ihren Baumwollbeutel, damit ihnen nichts zustößt.

 

Erwartungsvoll nimmst du dein Buttermesser, belädst es mit einer nicht ganz so politisch korrekten Menge an Süßrahmbutter, platzierst sie auf den scheinbar wohlgesonnenen, glücklichen Bio-Brotscheiben. Zuerst auf der etwas zu dicken, dann – mutiger – auf der etwas zu dünnen. Das Unheil nimmt seinen Verlauf – in dem Moment, in dem du versuchst, die etwas widerständische Butter auf der ersten Scheibe gleichmäßig zu verteilen. Die Oberfläche des Brots streikt und blickt dir aus aufbrechenden Furchen unterschiedlicher Tiefe vorwurfsvoll entgegen. Du sagst dir und dem Brot „da musst du jetzt durch“ und setzt deinen unerbittlichen Kurs weiter fort: Die Butter muss gleichmäßig verteilt werden!

 

Das Brot widersetzt sich eindeutiger. Vom ansatzweisen Streiken, durchsetzt von metaphorischen Drohgebärden, tritt es nun über in den offenen Widerstand: Die Situation eskaliert. In dem heiklen Moment, in dem du es wagst, deinen kalt-geschleuderten Bienenhonig darüber zu streichen, zerbricht die Scheibe vollends und demonstrativ unter deinem verzweifelten Blick. Die Brotbrocken lassen sich voller Genugtuung auf deinen Ikea-Teller fallen und beobachten das Geschehen von dort. Das Honig-Butter-Gemisch ergießt sich auf die Finger deiner linken Hand und breitet sich besonders effektiv in die Fingerzwischenräume derselben aus. Der süß-buttrige Kleber lockt Brotkrumen aus dem in deiner Hand verbliebenen Scheibenfragment herbei und lädt sie ein zum klebrigen Verweilen. Wie nicht anders zu erwarten, führt das Ganze zur unvermeidbaren Formierung miteinander konkurrierender Brotgruppierungen.

 

Bei dem Versuch mit deiner rechten Hand die klebrige Masse in ökonomische Klumpen zu formen, zu ergreifen und endlich in deinen aufnahmebereiten Mund zu befördern, verklebst du auch diese und der inzwischen flüssige Honig tropft zäh aber zielstrebig von deinen Fingern – nicht nur auf den Teller.

 

Etwas ratlos schaust du auf die Revolte deines Brots, deiner Butter, deines Honigs und den mit fein geschlängelten Honigstraßen überzogenen Kachelboden deiner Küche. Dein Magen knurrt mit deutlichem Missfallen und unverhohlener Anklage. Die Situation ist dir gänzlich entglitten. Kontrollverlust am viel zu frühen Montagmorgen. Eine frühstückstechnische Kursänderung in Richtung Montagsmüsli (ohne Honig) wäre zu überdenken …

 

© Ann-Uta Beißwenger 2016

 

 

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