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Mein Name ist AnU.
Aktuell studiere ich an der Deutschen Pop, um meiner Kreativität ein technisch-professionelles Fundament "zu verpassen"  ... Das Studium ist genau das, was ich gesucht habe, erfordert jedoch jede Menge Sorgfalt, Übung, Vertiefung ... und Kohle zur Finanzierung. Daher muss ich meine ziemlich unweisen "Für-umme-Luxus-Blog-Aktivitäten" einschränken, um meine Ideen, Zeit und Ressourcen in Richtung professionelle Musikproduktion, Schreiben und "Alltagsüberleben" lenken und bündeln zu können. Ab und an werde ich weiterhin einen Beitrag posten. 

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My name is AnU.
Currently I am studying professional audio-production and music-design at Deutsche Pop to build up a solid foundation for my creativity. As these studies are a great challenge in terms of time, effort and above all moneywise, I will have to shift my attention to earning the necessary bread and butter and to mastering my studies. From time to time I will post some written and acoustic glimpses to let you know where I am up at recently ...:
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Fragmentary: Das Denken. Das Wort. Der Mensch.

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Präludium:

Im Anfang war der Klang

In ihm die Schöpfung sang

Klingt schwingt im Denken fort

Hallt wider in jedem Wort

 

Je lauter das Wort gesprochen wird, desto schneller verhallt es im Raum zwischen dir und mir. Wühlt ihn auf, den Raum, zerfurcht ihn für einen kurzen Moment, schafft Brücken und zerstört eben solche.

Das Wort, jener vergängliche Behälter des Denkereignisses, zieht seine bedeutungsvollen Kreise (manchmal), ehe es sich zurückzieht in jene Unbestimmtheit, die ihm vorauseilte.

 

Das Denken entleert sich in das Wort, um sich erneut (er)füllen zu können.

Es konserviert sich selbst im Wort, bezieht seine Heimat darin, wenn es aufgezeichnet wird. Das geschriebene Wort wird zum offenbarten Ort des Denkens – legt Zeugnis ab von Gedachtem.

Es legt eine Spur, das geschriebene Wort, der zu folgen es einlädt, aufruft.

 

Das Wort ist ein Ruf. Still und zaghaft oder schrill und laut. Es ruft, sucht einen Hafen, um seinen Anker auszuwerfen.

Manch ein Ruf wird erhört, so er einen Widerhall zu erzeugen vermag. Ohne Widerhall stirbt der Ruf in den Schall, verhallt in der Brandung der Bezugslosigkeit.

 

Die Wurzeln eines Wortes liegen in der Tiefe der Zeitlosigkeit verborgen.

Die Götter und zeitlosen Wesen singen die ewigen Keimsilben in die Fruchtbarkeit der Erde hinab, singen sie hinein in das Herz der Vergänglichkeit.

Wortwälder entstehen, werden zu ihrer jeweiligen Zeit aus Notwendigkeiten geboren, manchmal auch aus Liebe. Sie nähren die Sprache und das Sprechen, schenken sich an den Menschen, an jenes Wesen, in welchem sich Denken und Wort ereignen, aufeinandertreffen.

Ab und an zumindest.

 

Der Mensch verleiht dem Wort Räumlichkeit und Zeitlichkeit, in dem er es mit seinem Atem und mit seinen Händen in die Welt hinausträgt, es verlautbart und in seiner Erinnerung wiegt.

Der Mensch verleiht dem Wort Tiefe, wenn er es in seinem Herzen reifen lässt.

 

Interludium:

Damit endet die idealisierte, dichterisch-verklärte Sicht

Denn ein Abbild* dessen, was ist, ist sie (leider!) nicht

Es folgt das, was kommen muss

Das Alltägliche, des Wahnsinns Habitus:

 

(* In der Sprache Heideggers wäre es sicherlich genau dies: ein Ab-bild, ein Bild, das sich vom Eigentlichen entfernt hat, auf "Abwege" gelangt ist ... Wobei dann aus Heideggers Sicht wohl nicht die Dichtung ab-wegig wäre, sondern das Alltägliche)

 

Manche Wörter werden immer größer, schwergewichtiger und damit unbeweglicher: Je häufiger sie benutzt werden, um so mehr Geschichte(n) tragen sie auf ihren Buchstabenschultern. Das Wort wird zum Behälter, zum Träger von Tradition, von Gewohnheitsstrukturen und Machtinteressen, zum Sarg von Denken.

 

Wörter werden vom Menschen entkernt, vom Denken entfernt, um im Wort Pseudo-Raum zu schaffen. Damit dieser mit subjektiv motivierten, emotionalen Bedürftigkeiten und Befindlichkeiten befüllt werden kann.

Das Wort wird zum Versteck für jene Gefühle und Gefilde, die verdeckt werden sollen.

Es wird zum Täuschungsmanöver, um den Schein über das Sein zu legen.

 

Das Wort entfernt sich zunehmend vom Denken oder treffender, es ent-nähert sich diesem:

Zu viel Material – geschichtliches, emotionales – verhüllt (vermüllt) die Brücke zwischen Denken und Wort. Es ist ihm fern geworden.

Damit ist das Wort nicht nur dem Denken, sondern auch dem Klang des ewigen Schöpfungskreislaufes fern und fremd geworden.

Es hat seine ursprüngliche Heimat verloren und wird in die nebeligen Ländereien der menschlichen Einfältigkeit und Dummheit entführt.

Dies macht es anfällig für Manipulationen und Mißbräuchlichkeiten.

 

Je mehr Emotionalitäten ein Wort mit sich durch die Welt trägt, um so mehr menschlich-medientechnische Aufmerksamkeit wird ihm zuteil.

Je mehr Aufmerksamkeit ihm zuteil wird, um so mehr Raum nimmt es in Sprechen und Sprache ein.

Es drängt jene für emotional-subjektive Besetzungsbetrebungen unattraktiveren Kandidaten in das Reich des Vergessens.

Dies tötet die Artenvielfalt unserer Wortwälder und damit auch die Vielfältig- und Vielschichtigkeit des Denkens, löst den Menschen zunehmend aus dem Bewusstsein des großen Schöpfungsganzen heraus.

 

Ausklang:

So stehen wir also da

Mit Wörtern, lauter 

Lauten

Mit denen wir unser

Denken vermüllten

Verbauten

 

Lyrik und Essay © Ann-Uta Beißwenger 2019

 

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