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In meinem Blog könnt ihr meinen Werde-Gang vom kreativen Freestyle-Nerd zur (hoffentlich) professionellen Audio- und Musikproduzentin verfolgen.
Aktuell studiere ich an der Deutschen Pop, um meiner Kreativität ein technisch-professionelles Fundament "zu verpassen"  ...
 
My name is AnU.
I am a creative nerd on her stubborn and dedicated path towards professionalization in the limitless wonderland of sounds and words.
For this end (and some others) I am studying professional audio-production and music-design at Deutsche Pop.
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Fragmentary: Das Große Warten ...

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In jedem Leben begegnen wir dem Warten. Es wartet auf uns an der Kasse des Supermarkts, in der vermusikalisierten Warteschleife deiner „Hot-Line“ oder … wie unlängst … vor dem Fußballtor der gegnerischen Mannschaft…

 

Das Warten ist gierig und hegt keinerlei Interesse daran, dass du dich von ihm verabschiedest. Es wiegt dich in einen zähen, traumschweren Dauerschlaf – mitten am Tag – mitten in deinem Leben.

Es verlegt deine Gegenwart in eine imaginäre Zukunft.

Es schmiegt sich wie ein klebriger Wundverband über deine Vergangenheit.

 

Als ich vor zwei Tagen besuchs- und berufstechnisch in einem Seniorenwohnheim unterwegs war, begegnete es mir in massiver Überdosierung:

Das Warten formierte sich bereits vor dem Eingang, auf den dortigen Sitzplätzen lagerte es, entleerte die Minen der dort Ausharrenden.

Sie warten … jeden Tag … auf eine/n Besucher/in … auf die alte Liebe … auf den Tod.

 

Die Gänge des modern-sterilen Gebäudes … angefüllt mit erkalteten Sehnsüchten, durchweht von einem herben Hauch des Vergessens, durchzogen vom strengen Geruch des großen Wartens.

Die überall schrill fiepsenden Gerätegeräusche, die unsanft daran erinnern:

Die Uhr tickt – im Wettlauf mit der Vergänglichkeit.

Im Wettlauf auch mit deiner, auch mit meiner Endlichkeit.

 

Ich eile durch die Gänge, gesicherte Treppen, sich selbst öffnende Türen.

Ich eile durch die Allgegenwart der Vergangenheiten jener, die nur noch eine kurze Zukunft erwartet.

Ich eile durch meine Ängste, zu spät zu kommen.

 

Meine Gegenwart in die Räumlichkeiten des Besuchten hineintragend, sehe ich sie mir entgegen winken, all jene Momente, die ich im Warten an die Vergänglichkeit verschenkte:

Im Warten auf eine „bessere“ Gelegenheit: mit mehr Kohle, mehr Zeit, mehr Wissen … mit mehr Mut zur Manifestation.

 

Nachdenklich hat es mich gemacht, das Zusammentreffen mit dem großen Warten.

Wachgerüttelt hat es mich, das Zusammentreffen mit der schläfernden Übermacht des großen Wartens.

Dankbarkeit und Demut hat es hinterlassen, das Zusammentreffen mit dem großen Warten … für die Gegenwart, für die Möglichkeit einer freudvollen Zukunft.

 

Worauf wartest du?

 

© Ann-Uta Beißwenger 28. Juni 2018

 

 

 

 

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