Liebe Blog-Besucher/innen,

Dear visitors of my blog,

 

herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 

Like I have told you guys, I had to undergo another upper spine-surgery on Friday 3rd of July after my stupid fall the week before. 

I knew this would be much more challenging than the 1st surgery had been ... . Both implants had to be taken out and be substituted by metal cages, plates and bone-substitutes. My vertebral body had to be restored as well.

 

Update 6th of August 2020:

I still have problems talking/singing/swallowing/breathing ... will need another check-up on this next week. It definitely sucks!

To cope with all this and distract myself from the current shit-uation in a creative way, I work on my new album "Sounds from Somewhere" which I hope to complete before I have to go to Rehab. Therefore I am in the process of rearranging and remixing some of the latest compositions.

Like in the course of producing my last album ...:

You might not find some of my compositions in this blog anylonger ... Sorry for this, but don't worry ... be happy! I have chosen them to refresh/rearrange/remaster for the upcoming album!

So far, I am really excited ... just have completed a new version of the former "Antares-Soundscape" and it really rocks! Promised!

There will be some completely new stuff as well. Today I have finished the master of my new, nerdy composition  "The Dying of Water" (= working title) with my own real water-recordings, Vocoder/Synths, (real) Kalimba/Sansula and lyrics in Kiswahili, the latter being another of my favourite languages ... 

 

It would be great, if you guys could support my compositions and survival with a donation!

More than ever I do not know how to pay my upcoming bills, as due to Corona and my spine-surgeries I was/am not able to perform live-music, -poetry and -rituals nor give readings ... but I do have a lot of additional medical bills to deal with. Therefore I'd be grateful if you could support my album-production and survival! 

Please send your donation via Paypal.me or via the button below:

 

Thank you!

 

Photo © Ann-Uta Beißwenger, 4th of August 2020

 

Please support my work ... stream my music ... on ...:
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Click here to find all links together, including some previews ... .

 

 

 

Fragmentary: Über das Schreiben …

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Goðafoss,
 Iceland (c) Ann-Uta Beißwenger 2018

 

So einen Roman zu schreiben, bedeutet die Büchse der Pandora zu öffnen. Sich dem (noch) Unbekannten hinzugeben, es entstehen zu lassen. Irgendwie eine dynamische Balance zu finden, zwischen Zügel loslassen und Zügel anziehen.

 

Notizen und Helden hatte ich mitgebracht, von der Insel aus Feuer und Eis. Eingesperrt hatte ich die Notizen und Helden in meine Vorstellungen und Erwartungen. Sie mochten das überhaupt nicht. Die Notizen und Helden, wehrten sich mit ihren konspirativen Buchstabenhänden. Sie brachen aus, aus meinen Konzepten.

 

Wie ein Bienenschwarm summen sie durch meine Achtsamkeitsräume und lassen mich im Alltag gegen Glastüren rennen. Ihre Gegenwart in meiner Gegenwart. Die Notizen und die Helden, sie sind Teil meiner Gegenwart, mogeln sich mit mir unter die Dusche, spülen das Geschirr mit mir, schieben sich überall dazwischen mit neuen Plots und Twists.

 

Es ist voll geworden, in meinem Alltag!

 

Ich frage mich: Wer erschafft hier wen? Ist das alles ein Musenkomplott, eine inspirative Verschwörung, die sich meines Alltags bemächtigt, ihn übertüncht mit ihren lauten Farben? Bin ich lediglich die Exekutive, das weltverlorene und daher willige Werkzeug einer anderen Zeit, eines Paralleluniversums?

(Ich sehe es bildlich vor mir: In einer anderen Galaxie sitzen sie an ihrem Ansible-Kommunikator, klatschen in ihre schuppigen Alienflughände und amüsieren sich über die Lichtjahre entfernte humanoide Comedy)

 

Dankbar bin ich ihnen, all den Wesen, die mich auserkoren haben, ihnen Worte und Stimme zu verleihen. Ich streife durch Fachgebiete, über deren Existenz ich in meinen abwegigsten Traumlandschaften nicht einmal wusste: Wie hat man/frau "früher" eigentlich Torf gestochen … Was ist der Unterschied zwischen Nieder- und Hochmoor … und was hat das alles mit Gletschern zu tun …?

Während ich den widerspenstigen Honig auf mein Frühstücksbrot drapiere, beschäftigt mich die existentielle Frage, wie man denn, so ganz praktisch und pragmatisch, aus einem engen Leichenaufbewahrungsfach entkommt, wenn man fälschlicherweise für tot erklärt wurde und nun in der dunklen Enge erwacht und realisiert, wo frau sich offensichtlich befindet?

 

Schreiben bedeutet das Hineingeworfenwerden in den brodelnden Kessel des Numinosen, des Widersprüchlichen und Grenzenlosen: Das sich Einlassen können auf surreale Bilder, zu deren Beschreibung zunächst die konventionellen semantischen und linguistischen Kategorien fehlen. Es erfordert den Mut, sich auf diese Erscheinungen und deren Vernetzungen einzulassen, sich behutsam in ihre innere Dynamik und Natur vorzutasten. Um schließlich diejenigen Wörter zu (er)finden, die Bedeutungsbrücken bauen können für die Leser. 

Denn das Schreiben als kreativer Akt wird erst durch die Rezeption des Lesers, durch den emotionalen Widerhall in den Landschaften des Lesenden, vollendet.

 

Als Dichterin und Musikerin, bin ich es gewohnt, einem Musenimpuls zu lauschen, ihn möglichst unmittelbar umzusetzen und dann hier und da ein wenig zu schleifen und feilen.

Da die Gedichte und Musikkompositionen in der Regel längen- und ebenentechnisch eher überschaubar sind, gelange ich (meist) über kurz oder mittellang zu einem Ergebnis, das ich erstmal wirken lassen und aushalten kann. Vielleicht überarbeite und vertiefe ich zu einem späteren Zeitpunkt erneut, vielleicht geht das Werk auch mehr oder weniger direkt in die Veröffentlichung.

 

Mit Romanen ist das eine ganze andere Kiste: Man kriegt den Deckel einfach nicht mehr zu! Immer wieder krabbelt und klettert etwas aus der wurmstichigen, spinnwebenumhüllten Eichentruhe und meldet sich zu Wort … oder zu Plot …: Hier noch ein Aspekt, da noch ein Charakter, der mitspielen will und muss. Was ist nun mit den Toten, sind sie wirklich tot und was heißt das überhaupt? Die Zeitebene stimmt nicht, passt nicht, ein paar Jahrhunderte rauf oder runter, verändert wieder alles. Der Plot bricht auseinander.

Neues Arrangement oder doch lieber ein paar Mitspieler in die Wüste schicken … sie wertschätzend parken in einer grünen Oase … für die nächste Romanrunde?

(Ich sehe es schon vor mir, das geheimnisumkrustete Labyrinth unterhalb der grünen Oase, der Minotaurus wartet ...)

 

Es bleibt spannend.

Seit einiger Zeit haben sich zwei Plots durchgesetzt, ein englischsprachiger und ein deutschsprachiger, um das kreatiefe Gleichgewicht zu wahren und um Musenfraktionsstress zu vermeiden.

 

Ob das so bleibt, steht in den Sternen oder mit den Motiven des englischsprachigen Werkes formuliert:

The Blue Ones watch and weave in the darkness of their sparkling abode …

 

 

P.S.: Natürlich gibt es regalmeterweise Ratgeber zum Thema Plot- und Figurenentwicklung usw... Auffallend oft von Autoren geschrieben, die selbst noch keine nennenswerten, schreiberischen Erfolge verzeichnen konnten. Oder/und von solchen, die die "Anleitung" als PR-Maßnahme für ihre eigenen so-lala-selling books nutzen wollen. Es gibt Ausnahmen ... "Writing Fiction" von u.a. Randy Ingermanson aus der legendären Dummies-Serie oder Stephen Kings "Das Leben und das Schreiben", ja und auch Christopher Voglers "The Writer's Journey".

Sie alle providen inspirierende Wegeverpflegung und grundlegende Navigationshilfen.  Aber kein Werk kann (und will?) den eigenen Erfahrungsschatz, der durch die Irrwege und Erkenntnisse des eigenen Schaffensprozesses entsteht, wächst und gedeiht, ersetzen.

 

Text und Foto © Ann-Uta Beißwenger 2018

 

 

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