Liebe Blog-Besucher/innen,

Dear visitors of my blog,

 

herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 
Die Vorarbeiten für die EP-Produktion haben begonnen ... ich bin dabei einen Katalog für potentielle Distributors/Plattenlabels zu erstellen. Daher sind einige meiner Songs aus dem Blog "verschwunden". Falls ihr eure Favorites nicht mehr findet: Don't worry, be happy ... denn diese gibt es vielleicht bald in "neuem (professionellerem) Gewand" auf EP im März 2020 ... Falls ihr einen Song findet/hört und euch fragt, "wieso hat sie den nicht in die Auswahl mit reingenommen" ... just eMail me :). Danke für eure Mithilfe!
Bitte unterstütze meine Kompositionen/Musikproduktionen und mein Schreiben mit deiner Spende/Kooperationen/Sponsoring ... 

 

Preparations for my EP-production have begun. I am in the midst of compilating a catalogue of old (and new) songs for potential distributors/record labels. Therefore you might not find your favorite in this Blog anylonger, because I have picked it for the pre-selection: Don't worry, be happy, because it might reappear in a new (and more professional) disguise on my EP in March 2020. In case you spot a song and wonder, why I havn't chosen it for my pre-selection, feel free to eMail me. Thank you.

Please support my composing/music-production and writing  with your donation/cooperation/sponsorship:

 
Vielen Dank! Thank you!
 
 

Fragmentary: Über Kreativität - ein Plädoyer …

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Ja, es ist schon richtig: Kreativität ist gefährlich.

Ganz schamlos fräst sie sich durch etablierte Ordnungen, überschreitet (nationale) Grenzen, schert sich nicht um „dürfen und sollen“.

Im Idealfall zumindest.

 

Denn das, was in unserer Welt mitunter an Kreativität kursiert, ist ein Kompromiss.

Der Versuch, eine diätisierte creativity -light-Variante zu schaffen: formbar, kontrollierbar, möglichst manipulierbar … in jedem Fall mit den „herrschenden“ Vorstellungen und Zielen vereinbar, um die bestehenden Machtverhältnisse nicht zu gefährden.

 

Das Brainstorming, bei dem allzu innovative Mitarbeiter/innen mit Nicht-Beachtung zum Schweigen gebracht werden.

All die Kreativitätswettbewerbe, die sogleich mit komplexem Regelwerk und Ausschlusskriterien aufwarten, damit es ja nicht zu kreatief wird.

 

Genau dies widerspricht jedoch dem ureigenem Wesen wirklicher Kreativität:

Sie zieht ihre Kraft, ihre Wirkmacht aus jenen Bereichen, die keine Verträge mit Regeln und Grenzsetzungen haben.

Wie sonst ließen sich neue Wege des Denkens, Handelns, Lösens (er)finden?

 

Kein Wunder also, dass Menschen, die mit einem Kreativitätsgen geboren werden, im Verlauf ihres Lebens auf massiven Gegenwind stoßen:

Jemand, der es wagt, eigenwillig und "neu" zu denken und zu handeln, ist nur schwerlich bis gar nicht steuerbar. Er/sie wird zum menschlichen Gefahrengut in einer Zeit, die verzweifelt nach Stabilität und Kontrolle sucht und strebt, um sich nicht an ein gefürchtetes, urzeitliches Chaos zu verlieren.

 

So hat jede Gesellschaft ihre Wege und Mittel, um das allzu Kreative in gesellschaftskompatible Schranken zu weisen:

Mit Hilfe von interessensubventionierten und damit kanalisierten, zielorientierten Forschungslabors und -projekten.

Mit Hilfe der seichten what-sells-gefälligen Präselektion durch die Medien- und Unterhaltungsindustrie.

Mit Hilfe von diagnosefreudigen Ärzten/innen und Therapeuten/innen, die den Eltern und der Gesellschaft signalisieren und damit suggerieren:

Dieses Kind, dieser Mensch ist krank, muss mit Hilfe von Medikamenten und Therapien ruhig gestellt und eingenordet werden.

Schließlich haben ja alle was davon, wenn das Kind endlich ruhiger und anpassungsfähiger wird, oder?

Ja ..., vor allem die Pharmaindustrie … vielleicht noch die überforderten Eltern und Lehrer ... 

 

Zugegeben … Kreativität kann anstrengend sein. Für den kreativen Menschen genauso wie für dessen Mitwelt. Und nein, dies ist auch kein Plädoyer für eine kreative Anarchie.

Ganz im Gegenteil: Dies ist ein Plädoyer für die konstruktive Integration und vor allem auch für die nicht ergebnisgebundene, materielle und immaterielle Förderung echter Kreativität in unsere/r Gesellschaft, in unsere/r Zeit. 

Kreativität als Kultur-Gut und als Hoffnungsträgerin.

Nicht nur im Internet, sondern auch über facebook & Co hinaus face-to-face, im direkten, menschlichen Miteinander.

In der Wissenschaft. In der Kunst. In unseren Beziehungen.

 

Denn: Kreativität kann nicht nur Strukturen zerstören, sie kann auch neue erschaffen. Dies liegt in ihrer Natur, davon zeugt ihr etymologischer Ursprung (lat. creare).

Sie kann tragfähige Brücken bauen in einer Welt und Zeit, die an ihren vielgestaltigen Herausforderungen zu verzweifeln und zu zersplittern droht.

Um dies zu bewerkstelligen, braucht Kreativität ihren Frei- und Spiel-Raum:

In unseren Köpfen, in unseren Herzen.

In unserem Alltag, in unseren Schulen.

Und vor allem auch in unserer Politik.

 

© Ann-Uta Beißwenger 28. Juli 2018

 

Mehr zum Thema Kreativität von AnU:

⇒  Podcast Kreativität 1

⇒  Podcast Kreativität 2

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Danke!

Thank you!

 

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