Liebe Blog-Besucher/innen,

Dear visitors of my blog,

 

herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 

Hier findet ihr Beispiele meiner Audioproduktionen und Verwortungen, garniert mit meiner Fotografie. Ich komponiere und schreibe über das, was mich bewegt, was mich anspringt. Sei es in meinen nächtlichen Träumen oder im Alltag. Die Themen und Formate variieren, je nachdem wie und was die Musen flüstern. Am liebsten flüstern sie im Morgengrauen ... so sitze ich oft lange vor dem Frühstück am PC/im Heimstudio und versuche das Kostbare und Flüchtige in Noten und Buchstaben im Hier und Jetzt festzuhalten ... zu dokumentieren ... bevor es sich dem (mehrheitlich) rationalen Tagesbewusstsein entzieht. 

 

In my blog you find some of my old and recent audio-productions, pieces of my poetry, black-humorous glossaries, essays and nerdy thoughts on topics talking to me in my dreams and during daytime, as well as some of my comments on current themes of this and other world(s) ... 

 

It would be great, if you guys could support my creative works and survival with a donation! 

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Thank you!

Danke!

 

Foto: © Ann-Uta Beißwenger, 11th of January 2021.

 

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Fragmentary: Warum Weihnachten wichtig ist … 

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Weihnachten ist wichtig, nicht nur für die Wirtschaft.

Weihnachten ist unter all dem Glanz und Glitter auch unter sozialen und menschlichen Gesichtspunkten für unsere Gesellschaft eine wichtige Größe.

Weihnachten kann leuchtende Brücken bauen.

 

Egal wo wir leben, was wir ansonsten so treiben, Weihnachten kommen wir zusammen. Dieses „Wir“, das sich zum Fest zusammenfindet ist (meist) ein heterogener Haufen: Verschiedene Generationen, Geschlechter, Lebens- und Liebesentwürfe, Nationalitäten … treffen aufeinander.

Für den guten Zweck, für das Feiern, für Geschenke. Vielleicht auch für das Miteinander.

 

Weihnachten ist die Zeit und der Ort des Wir, des "Und", anstelle des "Entweder-Oder".

Auch wenn viel Überlieferung rund um das vermeintliche Fest der Liebe im Geist der Zeit verwittert und verweht ist, das Wir ist geblieben.

Die Weihnachtsrealität, nicht nur in Deutschland, sieht allerdings oft anders aus. Zu kaum einer anderen Zeit des Jahres kommt es zu mehr Streitigkeiten wie im Vorfeld und während der Weihnachtstage.

 

Das größte Geschenk, das wir einander schenken können ist weihnachtliches Wohlwollen: Die Bereitschaft, sich auf das Abenteuer des Wir's einzulassen, ohne sich selbst dabei zu negieren. Ohne sich für das eigene Sosein rechtfertigen zu müssen, einfach „so sein“ … mit den Anderen.

Den Weihnachtsbaum nicht gold oder silber schmücken, sondern gold und silber. Sich Gans und Tofu gönnen, an einem gemeinsamen Tisch. Die Diskussionen über Hetero- versus Schwulen-/Lesbenliebe draußen im Regen stehen lassen, zugunsten eines glühenden Feierns von Partnerschaft und Liebe. Rammstein neben "Oh du Fröhliche".

 

Für ein paar glitzernde Tage ausbrechen aus den eindimensionalen Gepflogenheiten einer Monokultur. Denn die Gesellschaft, die von sich gerne behauptet, zumindest doch dem Dualitätsprinzip, wenn nicht sogar einer globalen, gesellschaftlichen Vielfalt gewogen zu sein, ist im tiefsten Innern eine Monokultur. Eine Kultur von schwarz oder weiß, nicht von schwarz und weiß oder gar grau.

Eine Gesellschaft, die Vielfalt, die damit verbundene Vieldeutigkeit und mitunter aufkommende Ambivalenzen gar nicht aushalten kann (und will).

 

Weihnachten ist wichtig, damit wir zumindest für einige kostbare Momente heraustreten können, aus unseren jeweiligen Vereinzelungen und gesellschaftlichen Monokulturen.

Weihnachten ist wichtig, damit wir den Blick für den und das Andere nicht aus den Augen verlieren.

Und so vielleicht sogar reich beschenkt werden, vom Sosein des Anderen.

 

Text und Foto © Ann-Uta Beißwenger 2018

 

 

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