Liebe Blog-Besucher/innen,

Dear visitors of my blog,

 

herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 
Ich arbeite auf Hochtouren (und mit dilettantischer Begeisterung soundwise) an meiner EP. Neue Werke entstehen, den Musen sei Dank! Genre/Style sind gefixt ... es wird dramatisch-nerdig-orchestral ... und natürlich "deep and a little bit dark". Der Sound "ruft" nach Fantasy-Games/Filmen usw. Da die CD im Frühling rauskommen wird und der liebe Frühling so gar nicht meine favorisierte Jahreszeit ist, lautet der working-title "November in Spring" ... so wird das release-Datum akzeptabler *harhar ...
Bitte unterstütze meine Kompositionen/Musikproduktionen und mein Schreiben mit deiner Spende/Kooperationen/Sponsoring ... 

 

I am listening and following the Muses' traces and whispers and work hard and stubbornly to manifest new compositions. Style/genre will center around nerdy-orchestral stuff, combined with my lyrics and vocals (of course). It would fit well into some sort of dark-fantasy-soundtrack ... let's see. As the EP will be released in March and spring definitely is not my favorite season, the working title is "November in Spring" and this works very well for me ... an acceptable compromise ... 

Please support my composing/music-production and writing  with your donation/cooperation/sponsorship:

 
Vielen Dank! Thank you!
 
 

Glossary: Über die Dummheit …

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Dummheit ist eine staatlich subventionierte Entwicklungs-Prophylaxe. Sie schafft Freiraum für die Mittelmäßigen.

Eine heiße, sämige Masse, die sich bleiern-silbrig in deine Hirnwindungen ergießt, sie umschmeichelt, jeden Anflug neuronaler Aktivität charmant ummantelt und behutsam einschläfert.

Eine Dampf-Bügel-Walze, die jede sich tapfer hervorwagende Idee, ohne lange zu fackeln, platt walzt.

Dich mit Haut und Haaren zombifiziert, aus dem Rennen des Alltags heraus katapultiert. Dich wie ein Tranquilizer in flauschiger Sicherheit wiegt.

 

Dummheit schafft gesellige Inseln, umworben von den Gierigen und Mächtigen, für deren Spaß und Spiele. Stellt dauerdurstige Kundschaft bereit, für die Konsumgärten des 24-Stunden-Online-(S)hoppings.

 

Dummheit ist quadratisch, praktisch, gut: Sie lässt sich überall unterbringen. Auch als allzeit bereite App auf deinem not-so-smart-phone.

Festgehalten in Reality-Shows, tiefgefrorener Pizza und dumpf grinsenden Bierdosen.

Am Fließband produziert, unterhaltsam inszeniert, um das rostige Getriebe der Drahtzieher geschmeidig und vor allem stressfrei zu halten.

 

Dummheit ist pflegeleicht: Du kannst sie kochen bei 95 Grad oder auch ökologisch korrekt kalt waschen – es tut nichts zur Sache. Ihre Einfältigkeit wäscht sie rein, auch wenn sie sich zuvor wie ein tollwütiger Eber öffentlich im Schlamm gesuhlt hat.

 

Dummheit schafft Begrenzungen – dies macht den Alltag überschaubar, schützt vor zu großen Risiken und verstörenden Eskapaden. Das Kunstledersofa mit Blick auf den 100 Zoll Fernseher reicht völlig. Die Welt ist eine Scheibe und sitzt perfekt – auch in Neukölln bei draußen minus 15 Grad.

 

Dummheit macht glücklich: Man sieht den Sand im Getriebe nicht. Und wenn man es mal ordentlich versemmelt, sickert die Erkenntnis nur selten durch bis zum Frontalhirn.

 

Dummheit ist profitabel: Die Märkte jubilieren! Unerschöpflicher Absatzmarkt nicht nur für Schuhe, sondern mehr noch für leichtfüßigen Zeit-Vertreib und Beam-me-anywhere-away-from-here-Angeboten, am besten zum Schnäppchenpreis.

 

Dummheit ist das Planschbecken und eine Spielwiese für skrupellose Demiurgen: Formbares Menschen-Material für die Umsetzung von nicht ganz so dummen, jedoch menschlich-moralisch bedenklichen Vorhaben.

Wenn per Du mit Arg- und Orientierungslosigkeit, ist sie ein zeitgemäßes Pulverfass, das gern unter fremden Flaggen gezündet wird.

 

Ab und an segelt ein Wolf im Schafspelz unter dem Banner der Dummheit durch die Weltgeschichte. Er wähnt sich unerkannt, undercover. Umweht vom schaffelligen Mantel der Pseudo-Naivität und Unschuld treibt er sein Spiel, infiltriert und manipuliert die authentisch Dummen – verspeist sie um Mitternacht. Und manchmal auch am helllichten Tag.

 

© Ann-Uta Beißwenger 2016

 

 

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