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Imbolc 2017: Wofür brennst du?

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Jeder Mensch benötigt Feuer, um zu überleben – stoffwechseltechnisch und auch auf Seelenebene.

Der Umgang mit dem Feuer, äußerem wie innerem, ist jedoch eine filigrane Angelegenheit.

 

Manchmal ist es gar nicht so einfach, eine Flamme zu entzünden: Es stürmt Widerstände und regnet Bedenken, so dass die kläglichen Versuche des Entzündens dampfend und krampfend scheitern müssen. Das Ergebnis ist heiße Luft, die schnell und begierig als neue Nahrung von den hungrigen Mündern des Sturms und Regens aufgenommen wird und deine gewohnheitsbasierten Blockaden und Begrenzungen weiter nährt.

 

Ein anderes Mal findest du einfach kein Feuerzeug, keine Streichhölzer, um ein Feuer zu entfachen: Du stehst ratlos, verpeilt, drehst dich im Kreisverkehr deiner Ideen, Wenn-und-Abers und findest die Ausfahrt in Richtung Manifestationsebene nicht.

 

Oder du hast dir in deiner Kindheit zu häufig beim Zündeln die empfindsamen Finger verbrannt und in der Folge das Feuer als potentielles Gefahrengut aus deinem Erwachsenenleben verbannt.

 

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich selbst daran zu hindern, das innere Feuer im Außen zum Leuchten zu bringen.

Welche Strategie hast du dir im Laufe deines Lebens zugelegt?

 

Vielleicht gehörst du auch zu jenen Menschen, die ein ganz anderes Thema mit dem Feuer haben: Du hast zu viel davon! Deine Flammen sprühen Funken, schamlos und skrupellos über die Grenzen anderer hinweg. Du bezeichnest dich als Mensch voller Leidenschaft und handelst genau so, indem du Leiden schaffst: für dich und andere.

 

Wenn Feuer zum Flächenbrand mutiert und nicht mehr mit Hilfe von Herz und Verstand wohlwollend und umsichtig kontrolliert werden kann, wird es zu einer ressourcen-zehrenden, zerstörerischen Waffe: Es zerstört dich selbst, die Menschen und Wesen deiner Umgebung und deinen Lebensraum … eine sehr spezielle Form des so hippen, best-selling Burn-Out-Syndromes …

 

Für das Entzünden eines konstruktiven und nachhaltigen Feuers benötigen wir Zutaten:

Intention und Willenskraft, passendes Werkzeug und Umsetzungsvermögen sowie Ressourcen, um den Flammen regelmäßig Nahrung zuführen zu können. Zu letzteren gehört neben (für manche) schwer greifbaren Dingen wie Hingabe und Sturheit auch ein konkreter Ort, an welchem die Grundbedingungen für das Errichten eines Feuers gegeben sind: Sauerstoff, relative Trockenheit, relative Windstille: Inneres und äußeres Feuer verpufft, wenn wir nicht imstande sind, ihm geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, in denen es brennen darf und kann.

 

Dies gilt in ähnlicher Weise auch für den Fall, dass du zu viel Feuer in dir trägst: Du brauchst die Intention und Willenskraft, um den Flächenbrand unter Kontrolle zu bringen, die Werkzeuge und das Umsetzungsvermögen, um hier und da gezielt zu löschen, die Ressourcen und Räumlichkeiten, um dies zu bewerkstelligen und später wieder aufforsten zu können.

 

Ja, das sind eine Menge Zutaten!

In meinen Weg-Begleitungen beobachte ich immer wieder, dass es bei vielen Menschen bereits am ersten Punkt hakt: Intention und Willenskraft.

Es nutzt gar nichts, ein Feuerzeug in Händen zu halten, wenn man/frau nicht weiß, was man damit eigentlich anstellen will/soll/kann/darf!

Du brauchst eine Vision, die berühmte, „zündende Idee“, um dein Feuer zu entfachen. Etwas, für das es sich zu (ent)brennen lohnt … Etwas, für das du bereit bist, liebgewonnene Bequemlichkeiten und Sicherheiten zu opfern … Etwas, das dein Herz zum Singen bringt.

 

Wenn du dich inmitten eines Flächenbrandgeschehens verhakelt hast, deine Intention und Willenskraft zu sehr mit der Zerstörungskraft des Feuers verschmolzen ist und du daher drohst, Opfer deines eigenen Flammenherdes zu werden, ist es vielleicht an der Zeit die Feuerwehr zu rufen. Zum Beispiel in Gestalt einer therapeutischen Begleitung, die dich beim Löschen und Wiederaufforsten unterstützt.

 

Es ist eine große Kunst, mit den Feuerkräften innerlich wie auch äußerlich heilsam umzugehen. Und es ist eine große Freude, wenn dies gelingt. Oft benötigen wir viele Lebensjahre und noch mehr Lebenserfahrung, um unseren konstruktiven Zugang zum Element Feuer zu finden: Indem wir es behutsam und achtsam die Begrenzungen in unserem Verstand niederbrennen und unser verwundetes Herz wärmen und heilen lassen.

 

Heiliges Feuer brenne!

Lass' mein Zaudern

Meine Ängste untergeh'n

Lass' meine Schönheit

Meine Kraft

Aus der Asche aufersteh'n!

 

© Ann-Uta Beißwenger 2017

 

Die Zeilen haben dir gefallen, haben dich inspiriert – du möchtest mehr davon?

Ich freue mich über einen energetischen Ausgleich - X Gebo X ... Geben und Nehmen ... Vielen Dank!

 

 

 

Die neuen Veranstaltungen für 2017 sind endlich (weitestgehend) online

Die aktuelle Übersicht gibt es  hier

 

Über den Buchhandel und online erhältlich, mein Buch (in Print- und Ebook-Version):

 

Wortgemälde für den Weg

Eine Liebeserklärung an das Leben, den Tod und das Dazwischen

Lyrik - Kurzprosa - Fragmente

ISBN: 978-3-7412-7390-2

TB, 264 Seiten

 

 

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