Liebe Blog-Besucher/innen,

Dear visitors of my blog,

 

herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 
Mein Name ist AnU.
Die Technik-Prüfung ist bestanden und nun "darf" ich mich um meine Semester-Abschlusskomposition kümmern ... und weiter Musiktheorie lernen.
Außerdem muss ich mich nun auch um die Finanzierung des nächsten Semesters kümmern. Da dieses eine doppelte Studiengebühr (plus Zugtickets nach FFM) bedeutet, weiß ich zur Zeit nicht, wie ich das finanztechnisch hinbekommen soll (trotz Arbeiten rund um die Uhr ... ich habe definitiv den falschen Job, moneywise betrachtet ...).

Bitte unterstütze mein Studium, Schreiben und Komponieren mit deiner Spende/Kooperationen/Sponsoring ... 

 
My name is AnU.
I have passed intermediate-exams ... now finals and the major final composition are coming up. Therefore I will need all my time and energy to somehow get myself to focus on composing (and studying) "on the grid". Also I am worried about how to manage the next semester as this will mean double academy-fees plus all those nasty train-tickets to Frankfurt. I am already working night and day, but it seems, I definitely have the wrong job, moneywise at least.
Please support my musical professionalization, my writing and composing  with your donation/cooperation/sponsorship:
 
Vielen Dank! Thank you!
 

Lyrical Fragmentary: Das Dasein ist ein Vogel ...

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Das Dasein ist ein Vogel – zerbrechlich und bunt schillernd wie ein Kolibri. Manchmal auch schwarzschwer wie ein tollpatschiger, riesiger Rabe.
 

Es gesellt sich zu (s)einem Menschen, das Dasein … flüchtig … mal leise flüsternd wie eine heisere Nachtschwalbe, mal laut kreischend wie ein aufgeregter Papagei.

Blickt dich an aus seinen leuchtenden Eulenaugen, mitten in der Nacht, bei funkelndem Sternenschein.

Streift dich zart mit seinen Schwingen, während du durch deine Traumlandschaften stolperst.

 

Das Dasein ist beschwingt, wenn Mensch versteht, sich auf des Daseins Schwingen in die Lüfte zu erheben.

Dies ist jedoch häufig nicht der Fall.

Viele Menschen ziehen es vor, mit ihren Händen und Füßen und auch mit ihrem Hirn und Herzen, auf der Erde zu bleiben. „Dies hat Vorteile“, so sagen sie, „man stürzt nicht ab aus den Höhen der Himmel!“

„Das ist eine Illusion“, sag' ich. „Der Mensch stürzt dauernd ab, ganz tief drinnen in sich selbst. Er braucht keine Himmel und Höhen dazu."

 

Viele Menschen haben vergessen, dass sie abgestürzt sind, vor langer Zeit. Sie kleben fest an ihrem Abgrund und versiegeln ihn mit ihrer Angst, schmücken ihn mit ihrer Bequemlichkeit: Es läßt sich einfach viel besser und überzeugender jammern und klagen, wenn man schicksalsergeben am eigenen Abgrund klebt und den Blick in die Luftigkeit der Höhen scheut!

 

Der Mensch reicht dann die Scheidung ein, vom Dasein, verschreibt sich ganz dem Irdischen.

Ohne Dasein höhlt er aus der Mensch, wird ganz leer im Innern. Er sucht und wühlt und tut, um sich immer mehr mit Äußerlichem aufzufüllen. Gräbt sich immer tiefer in die Erde und in die Gier.

 

Das Dasein ist ein Vogel, zerbrechlich manchmal, doch auch stark und zielstrebig wie der Schnabel eines Spechts oder das Auge eines Adlers.

Kein Mensch kann es einsperren, das Dasein. Nur scheinbar von sich selbst oder von einem anderen ent-fernen, kann er es.

Er/sie/es tut dies aus vermeintlicher Liebe, aus Furcht, aus Einfältigkeit.

Doch das Dasein ent-fernen, bedeutet, sich ihm anzunähern, ihm zuzuwinken „Hallo, ich bin noch nicht bereit mit dir zu fliegen, komm' vielleicht später nochmal vorbei“.

Das Dasein ist nicht menschlich-bestechlich. Es kennt weder Ungeduld, noch Ärger, noch Missionseifer.

Es kennt nur sich selbst, ist einfach da. Es wartet nicht auf dich - wozu auch? Es ist mal hier und mal da, ist immer irgendwo, vor allem zwischen den Dingen und Zeiten.

Weiterziehen wird das Dasein: Mit den Winden und den Wolken, über Berge, Täler und wogende Meere.  Von Zeit zu Zeit unternimmt es einen Ausflug in die Weite jenseits der Milchstraße. Zu jenen Orten, an welchen die Ewigkeit in wortlosen Liedern tanzt. Fragmente der Lieder setzen sich manchmal in seinem Gefieder fest und landen irgendwann und irgendwo auf der Erde, wenn das Dasein seine Federn putzt.

 

Das Dasein ist ein Vogel, zerbrechlich, doch verdammt zäh und ausdauernd. Es kann ohne mit der Wimper zu zucken, ein Jahr und noch ein Jahr und noch ein Jahr ... .... durch die Lüfte und menschenfremde Galaxien vagabundieren, sich von unbekannten Sonnen und Monden und Sternen ernähren. Doch irgendwann hat es Sehnsucht nach einer kurzen Rast auf der Erde und es sucht einen Baumwipfel oder einen Felsen oder eine verwunschene Wiese, um zu ruhen und ein wenig Irdisches zu sich zu nehmen. Um Kinder auszubrüten, um die zerzausten Schwingen zu mausern. Um nach einem Menschen Ausschau zu halten, um ihn zu berühren ... aufzurühren ... 

 

Vielleicht streift sein Gefieder dann eines Nachts, unter funkelndem Sternenschein, durch deine Träume und Lieder, um auch dich zu einem Ausflug in die Luftigkeit der Himmel zu rufen … .

 

© Ann-Uta Beißwenger 03.07.2019

 

 

 

 

 

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