Liebe Blog-Besucher/innen,

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herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 
Die Vorarbeiten für die EP-Produktion haben begonnen ... ich bin dabei einen Katalog für potentielle Distributors/Plattenlabels zu erstellen. Daher sind einige meiner Songs aus dem Blog "verschwunden". Falls ihr eure Favorites nicht mehr findet: Don't worry, be happy ... denn diese gibt es vielleicht bald in "neuem (professionellerem) Gewand" auf EP im März 2020 ... Falls ihr einen Song findet/hört und euch fragt, "wieso hat sie den nicht in die Auswahl mit reingenommen" ... just eMail me :). Danke für eure Mithilfe!
Bitte unterstütze meine Kompositionen/Musikproduktionen und mein Schreiben mit deiner Spende/Kooperationen/Sponsoring ... 

 

Preparations for my EP-production have begun. I am in the midst of compilating a catalogue of old (and new) songs for potential distributors/record labels. Therefore you might not find your favorite in this Blog anylonger, because I have picked it for the pre-selection: Don't worry, be happy, because it might reappear in a new (and more professional) disguise on my EP in March 2020. In case you spot a song and wonder, why I havn't chosen it for my pre-selection, feel free to eMail me. Thank you.

Please support my composing/music-production and writing  with your donation/cooperation/sponsorship:

 
Vielen Dank! Thank you!
 
 

Lyrical: Zu viele Tode sah ich ...

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Für Abu A.

 

Zu viele Tode sah ich

Menschen, Tiere, Häuser

Die Straßen, die Hoffnung

Sie alle zerfielen

Hinterließen blutige

Spuren voller Staub

Und Bitterkeit

Gespiegelt und versiegelt

In den gierigen Augen

Versteckter Sprengsätze

 

Zu viele Tode sah ich

Die Geschichte meines Landes

Wurde mit dem Stift

Der Zerstörung

Neu geschrieben

Ich blieb, ich kämpfte, ich trauerte

Mit all jenen, die überlebten

Die wie ich übrig geblieben

 

Zu viele Tode sah ich

Immer mehr verschwand

Aus dem Leben, das

Ich einst gekannt

Auch ich selbst verschwand

Immer mehr

In einer großen dunklen Wolke

Aus Hass, Angst und Ohnmacht

 

Zu viele Tode sah ich

Als ich mich auf den

Weg begab

Heraus aus

Meinem Land

Die Trümmer meines

Alten Lebens

Einschloss in mein trotzig

Schlagendes Herz

Ein Buch nahm ich mit

In meiner Muttersprache

Und die Erinnerungen

An die Zeit

Bevor mein Land

Sich an den Krieg verlor:

Den Duft meiner Kindheit

Das Lachen meiner Großmutter

Den Gesang des Muezzins

 

Zu viele Tode sah ich

Als ich versuchte

Das Meer zu überqueren

Das Meer, das mich

Von der Hoffnung trennte

Von der Hoffnung auf

Ein neues Leben

Sie schwammen auf den

Schäumenden Wellen

Sie tanzten ihren

Letzten Tanz

Voller Verzweiflung manche

Andere schicksalsergeben

Die Hoffnung auf

Ein neues Leben

Hatte ihnen den

Tod gebracht

 

Zu viele Tode sah ich

Menschen, Tiere, Häuser

Die Straßen, die Hoffnung

Sie alle zerfielen

Hinterließen blutige

Spuren voller Staub

Und Bitterkeit

Ich nahm sie mit

Die Trümmer

In meinem Herzen

Trug sie über Stacheldraht und

Fremde Grenzen

Schloss sie ein

Lege jeden Tag

Zarte Blumen darauf

Damit sie sich daran

Erfreuen

Ihre Wunden

Heilen

Die Trümmer

In meinem Herzen

 

Zu viele Tode sah ich

Dennoch werde ich

Weiter leben

In einem fremden Land

Werde der Tode und Toten

Gedenken

Und irgendwann, wenn

Die Zeit gereift

Meine Schritte zurück

In meine Heimat

Lenken

Um die Geschichte

Meines Landes

Der Menschen, Tiere, Häuser

Mit dem Stift des Lebens

Neu

Zu schreiben

 

 

Entnommen aus „Wortgemälde für den Weg – Eine Liebeserklärung an das Leben, den Tod und das Dazwischen", Teil IV: Tod – Heimkehr – Weiterreise

Im Buchhandel erhältlich ab November 2016

© Ann-Uta Beißwenger 2016

 

 

 

Mein aktuelles Buchprojekt freut sich über Ihre Spende:

 

 

 

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Kommentare

zu viele .. von Gast am 2.9.2016 um 19:36
Mit kurzen, prägnanten Worten ..super beschrieben

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