Liebe Blog-Besucher/innen,

Dear visitors of my blog,

 

herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 

Hier findet ihr Beispiele meiner Audioproduktionen und Verwortungen, garniert mit meiner Fotografie. Ich komponiere und schreibe über das, was mich bewegt, was mich anspringt. Sei es in meinen nächtlichen Träumen oder im Alltag. Die Themen und Formate variieren, je nachdem wie und was die Musen flüstern. Am liebsten flüstern sie im Morgengrauen ... so sitze ich oft lange vor dem Frühstück am PC/im Heimstudio und versuche das Kostbare und Flüchtige in Noten und Buchstaben im Hier und Jetzt festzuhalten ... zu dokumentieren ... bevor es sich dem (mehrheitlich) rationalen Tagesbewusstsein entzieht. 

 

In my blog you find some of my old and recent audio-productions, pieces of my poetry, black-humorous glossaries, essays and nerdy thoughts on topics talking to me in my dreams and during daytime, as well as some of my comments on current themes of this and other world(s) ... 

 

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Thank you!

Danke!

 

Foto: © Ann-Uta Beißwenger, 11th of January 2021.

 

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Oh Gott, oh Gott oder die versteckte Sehnsucht nach Erlösung …

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Es ist unpopulär geworden, (offiziell) an einen Gott zu glauben. Zumindest dann, wenn es dem Menschen gut geht. Wenn es "draußen und drinnen" hell ist. Manchmal ist es sogar gefährlich, zum Beispiel, wenn Gott den Namen Allah trägt.

 

Es riecht nach 4711, nach Mottenpulver und der Enge eines fadenscheinigen Beichtstuhls. Nach einem idealisierten (Über)Vater-Update. Oder nach Sprengpulver und menschlichen Schutzschilden. Nach heiligen Kriegen und Weltherrschaft.

 

Es ist viel cooler, sich Gott als eine unpersönliche Energie, eine rosa Blume oder noch besser als Leere vorzustellen, auf die ich alles projizieren kann, was mein Ego und mein Ich sich so wünschen: Die Illusion von Freiheit, unbegrenzten Möglichkeiten, Unverbindlichkeit und Kontrolle über mein Leben.

 

Und: Wozu brauche ich einen Gott? Ich und die Wissenschaft, wir regeln das alles selbst. Erklären uns die Welt mit Gleichungen und ausgefeilten Versuchsanordnungen – bis, ja, bis auch wir an eine Grenze stoßen, eine dieser fiesen Grenzen, an der unser wissenschaftliches Weltbild plötzlich ins Wanken und Schwanken gerät, wo es spooky wird und weird. Jene Bereiche, in denen C.G. Jungs Numinoses Einzug hält. Wo rationale Modelle und Erklärungsversuche nicht mehr greifen. Oh Gott, oh Gott!

 

Wer oder was ist eigentlich "Gott" und weshalb kommen wir immer wieder – oft ziemlich unfreiwillig und unerwartet – auf „ihn/es/sie“ zurück? Das Wesen Gottes allgemeingültig erklären zu wollen, wäre ein ziemlich sinnloses Unterfangen. Unterliegt "das Wesen dieses Wesens" doch der subjektiven Erfahrung und ist daher eine überaus persönliche Angelegenheit. 

 

Bleibt jedoch die Frage, warum wir in bestimmten Lebenssituationen immer wieder "auf die Götter" zurückkommen:

Zwischen den Zeilen und Worten Heiliger Schriften und in den Liedern und Gebeten spiritueller Menschen entdecken wir die Bedeutung eines Gottes. Diese Bedeutung ist es, die uns zu "den Göttern" führt (und/oder die Götter zu uns - je nach Sichtweise):

 

Es ist jene Bedeutung, die wir ihm/ihr selbst zuschreiben. Geboren aus dem, was wir uns selbst nicht (ausreichend) schenken können. Geboren aus einer individuellen und kollektiven Sehnsucht: Aus der Sehnsucht nach Erlösung, nach Liebe, nach Frieden, Vergebung … Oder aus der Sehnsucht nach Rache, Vergeltung, Macht, Unsterblichkeit ... Häufig auch verbunden mit der Sehnsucht nach tiefer Verbindung, Zugehörigkeit und Geborgenheit, die allein über die menschliche Ebene nicht gestillt werden kann.

 

All dies ist zutiefst menschlich. Wir brauchen „es“ nicht zu verstecken. Schon gar nicht vor uns selbst. Und auch nicht vor "unserem Gott".

 

Dein Gott ist ein Spiegel deiner Sehnsucht. Ein ewig hungriger Spiegel. Er/Sie/Es nährt sich von deiner Sehnsucht. Dein Gott braucht deine Liebe, deine Rache, deine ewige Suche nach Weisheit, damit er/sie/es nicht zu einer blutleeren Idee degeneriert, dem Hauch einer verblassenden Erinnerung, die irgendwo in alten Überlieferungen, in leeren Gebetshäusern und vertrockneten Heiligen Hainen verstaubt und verhallt. 

 

Du nährst deinen Gott. Dein Gott nährt dich. Geben und Nehmen. Ewiger Kreislauf.

 

Amen. Heilir Æsir, heilar Ásynjur, og öll ginnheilög goð. As-salamu ‘alaikum wa rahmatu-llah. Oṃ āḥ hūṃ vajra guru padma siddhi hūṃ …

 

© Ann-Uta Beißwenger 2016

 

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Ab sofort über den Buchhandel und online erhältlich, mein Buch (in Print- und Ebook-Version):

 

Wortgemälde für den Weg

Eine Liebeserklärung an das Leben, den Tod und das Dazwischen

Lyrik - Kurzprosa - Fragmente

ISBN: 978-3-7412-7390-2

TB, 264 Seiten

 

 

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