Liebe Blog-Besucher/innen,

Dear visitors of my blog,

 

herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 
Mein Name ist AnU.
Die Technik-Prüfung ist bestanden und nun "darf" ich mich um meine Semester-Abschlusskomposition kümmern ... und weiter Musiktheorie lernen.
Außerdem muss ich mich nun auch um die Finanzierung des nächsten Semesters kümmern. Da dieses eine doppelte Studiengebühr (plus Zugtickets nach FFM) bedeutet, weiß ich zur Zeit nicht, wie ich das finanztechnisch hinbekommen soll (trotz Arbeiten rund um die Uhr ... ich habe definitiv den falschen Job, moneywise betrachtet ...).

Bitte unterstütze mein Studium, Schreiben und Komponieren mit deiner Spende/Kooperationen/Sponsoring ... 

 
My name is AnU.
I have passed intermediate-exams ... now finals and the major final composition are coming up. Therefore I will need all my time and energy to somehow get myself to focus on composing (and studying) "on the grid". Also I am worried about how to manage the next semester as this will mean double academy-fees plus all those nasty train-tickets to Frankfurt. I am already working night and day, but it seems, I definitely have the wrong job, moneywise at least.
Please support my musical professionalization, my writing and composing  with your donation/cooperation/sponsorship:
 
Vielen Dank! Thank you!
 

Oh Gott, oh Gott oder die versteckte Sehnsucht nach Erlösung …

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Es ist unpopulär geworden, (offiziell) an einen Gott zu glauben. Zumindest dann, wenn es dem Menschen gut geht. Wenn es "draußen und drinnen" hell ist. Manchmal ist es sogar gefährlich, zum Beispiel, wenn Gott den Namen Allah trägt.

 

Es riecht nach 4711, nach Mottenpulver und der Enge eines fadenscheinigen Beichtstuhls. Nach einem idealisierten (Über)Vater-Update. Oder nach Sprengpulver und menschlichen Schutzschilden. Nach heiligen Kriegen und Weltherrschaft.

 

Es ist viel cooler, sich Gott als eine unpersönliche Energie, eine rosa Blume oder noch besser als Leere vorzustellen, auf die ich alles projizieren kann, was mein Ego und mein Ich sich so wünschen: Die Illusion von Freiheit, unbegrenzten Möglichkeiten, Unverbindlichkeit und Kontrolle über mein Leben.

 

Und: Wozu brauche ich einen Gott? Ich und die Wissenschaft, wir regeln das alles selbst. Erklären uns die Welt mit Gleichungen und ausgefeilten Versuchsanordnungen – bis, ja, bis auch wir an eine Grenze stoßen, eine dieser fiesen Grenzen, an der unser wissenschaftliches Weltbild plötzlich ins Wanken und Schwanken gerät, wo es spooky wird und weird. Jene Bereiche, in denen C.G. Jungs Numinoses Einzug hält. Wo rationale Modelle und Erklärungsversuche nicht mehr greifen. Oh Gott, oh Gott!

 

Wer oder was ist eigentlich "Gott" und weshalb kommen wir immer wieder – oft ziemlich unfreiwillig und unerwartet – auf „ihn/es/sie“ zurück? Das Wesen Gottes allgemeingültig erklären zu wollen, wäre ein ziemlich sinnloses Unterfangen. Unterliegt "das Wesen dieses Wesens" doch der subjektiven Erfahrung und ist daher eine überaus persönliche Angelegenheit. 

 

Bleibt jedoch die Frage, warum wir in bestimmten Lebenssituationen immer wieder "auf die Götter" zurückkommen:

Zwischen den Zeilen und Worten Heiliger Schriften und in den Liedern und Gebeten spiritueller Menschen entdecken wir die Bedeutung eines Gottes. Diese Bedeutung ist es, die uns zu "den Göttern" führt (und/oder die Götter zu uns - je nach Sichtweise):

 

Es ist jene Bedeutung, die wir ihm/ihr selbst zuschreiben. Geboren aus dem, was wir uns selbst nicht (ausreichend) schenken können. Geboren aus einer individuellen und kollektiven Sehnsucht: Aus der Sehnsucht nach Erlösung, nach Liebe, nach Frieden, Vergebung … Oder aus der Sehnsucht nach Rache, Vergeltung, Macht, Unsterblichkeit ... Häufig auch verbunden mit der Sehnsucht nach tiefer Verbindung, Zugehörigkeit und Geborgenheit, die allein über die menschliche Ebene nicht gestillt werden kann.

 

All dies ist zutiefst menschlich. Wir brauchen „es“ nicht zu verstecken. Schon gar nicht vor uns selbst. Und auch nicht vor "unserem Gott".

 

Dein Gott ist ein Spiegel deiner Sehnsucht. Ein ewig hungriger Spiegel. Er/Sie/Es nährt sich von deiner Sehnsucht. Dein Gott braucht deine Liebe, deine Rache, deine ewige Suche nach Weisheit, damit er/sie/es nicht zu einer blutleeren Idee degeneriert, dem Hauch einer verblassenden Erinnerung, die irgendwo in alten Überlieferungen, in leeren Gebetshäusern und vertrockneten Heiligen Hainen verstaubt und verhallt. 

 

Du nährst deinen Gott. Dein Gott nährt dich. Geben und Nehmen. Ewiger Kreislauf.

 

Amen. Heilir Æsir, heilar Ásynjur, og öll ginnheilög goð. As-salamu ‘alaikum wa rahmatu-llah. Oṃ āḥ hūṃ vajra guru padma siddhi hūṃ …

 

© Ann-Uta Beißwenger 2016

 

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Geben und Nehmen. Bitte unterstützen Sie meine Arbeit, damit ich sie für Sie weiter fortsetzen kann:

 

 

 

 

Ab sofort über den Buchhandel und online erhältlich, mein Buch (in Print- und Ebook-Version):

 

Wortgemälde für den Weg

Eine Liebeserklärung an das Leben, den Tod und das Dazwischen

Lyrik - Kurzprosa - Fragmente

ISBN: 978-3-7412-7390-2

TB, 264 Seiten

 

 

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