Liebe Blog-Besucher/innen,

Dear visitors of my blog,

 

herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 

Cause my paralyzes and pains got too threatening and to avoid a paraplegia, I had to undergo an upper spine-surgery on Monday 8th of June. I thought I was on track again ...

 

But on Friday I took an ordinary walk and my right leg slipped due to dusty dry earth and my legs and the rest of me slipped downhill, several meters. I know from Ninjutsu how to fall, and I don't have any outer injuries inspite of rolling over several times ... However some hours later I realized, paralyzes started to return and incredible pain in legs, arms/hands and ... in the upper spine.

Had a horrifying dream (at least I thought it was "just" a typical drama-queen-dream) of how one of the implanted cages was breaking into my vertebral body and dangling on the other side. Well, it wasn't just a dream but a vision as has shown in hospital.

 

So I will need another spine-surgery on Friday 3rd of July and a long recovery time with my new "stiff-neck-friend". Seems, that, after all, I had a lot of "luck" ... I was told today, this fall could have easily been my last or have led straight into tetra-/paraplegia.

 

Anyhow ... wishing I had not chosen to take a walk last Friday.

This is the power of fate and now I know what the "Blasted Oak" in my Greenwood-reading was trying to tell me ... a (too) late insight however ... ;).

 

In terms of blogging and composing ... please bear with me, light a candle here and there for my smooth recovery, if you feel inclined to do so ... hoping to survive and recover soon, YES!

 

Also, I do not know how to pay my upcoming bills, as due to Corona and now due to my spine-problems I was/am not able to perform live-music, -poetry and -rituals nor give readings ... but I do have a lot of additional medical bills to deal with. I'd be grateful if you could support my survival with a donation! After my recovery I will be more than ready and happy to continue working for you ... that is providing readings/counselling/lectures and of course blog-entries. This however will require some time and homepage-updating, which won't be possible for me at the moment.

Please send your donation via Paypal.me or via the button below:

 

Thank you!

 

Photos © Ann-Uta Beißwenger 2020: 1. Taken from Greenwood-Tarot by Mark Ryan and Chesca Potter 1996. 2. AnU with stiff-neck-friend 2nd of July 2020

 

Please support my work ... stream my music ... on ...:
iTunesSpotifyApple MusicTidalAmazon ... 
Click here to find all links together, including some previews ... .

 

 

 

Oh Gott, oh Gott oder die versteckte Sehnsucht nach Erlösung …

Blog-Wise >>

 

Es ist unpopulär geworden, (offiziell) an einen Gott zu glauben. Zumindest dann, wenn es dem Menschen gut geht. Wenn es "draußen und drinnen" hell ist. Manchmal ist es sogar gefährlich, zum Beispiel, wenn Gott den Namen Allah trägt.

 

Es riecht nach 4711, nach Mottenpulver und der Enge eines fadenscheinigen Beichtstuhls. Nach einem idealisierten (Über)Vater-Update. Oder nach Sprengpulver und menschlichen Schutzschilden. Nach heiligen Kriegen und Weltherrschaft.

 

Es ist viel cooler, sich Gott als eine unpersönliche Energie, eine rosa Blume oder noch besser als Leere vorzustellen, auf die ich alles projizieren kann, was mein Ego und mein Ich sich so wünschen: Die Illusion von Freiheit, unbegrenzten Möglichkeiten, Unverbindlichkeit und Kontrolle über mein Leben.

 

Und: Wozu brauche ich einen Gott? Ich und die Wissenschaft, wir regeln das alles selbst. Erklären uns die Welt mit Gleichungen und ausgefeilten Versuchsanordnungen – bis, ja, bis auch wir an eine Grenze stoßen, eine dieser fiesen Grenzen, an der unser wissenschaftliches Weltbild plötzlich ins Wanken und Schwanken gerät, wo es spooky wird und weird. Jene Bereiche, in denen C.G. Jungs Numinoses Einzug hält. Wo rationale Modelle und Erklärungsversuche nicht mehr greifen. Oh Gott, oh Gott!

 

Wer oder was ist eigentlich "Gott" und weshalb kommen wir immer wieder – oft ziemlich unfreiwillig und unerwartet – auf „ihn/es/sie“ zurück? Das Wesen Gottes allgemeingültig erklären zu wollen, wäre ein ziemlich sinnloses Unterfangen. Unterliegt "das Wesen dieses Wesens" doch der subjektiven Erfahrung und ist daher eine überaus persönliche Angelegenheit. 

 

Bleibt jedoch die Frage, warum wir in bestimmten Lebenssituationen immer wieder "auf die Götter" zurückkommen:

Zwischen den Zeilen und Worten Heiliger Schriften und in den Liedern und Gebeten spiritueller Menschen entdecken wir die Bedeutung eines Gottes. Diese Bedeutung ist es, die uns zu "den Göttern" führt (und/oder die Götter zu uns - je nach Sichtweise):

 

Es ist jene Bedeutung, die wir ihm/ihr selbst zuschreiben. Geboren aus dem, was wir uns selbst nicht (ausreichend) schenken können. Geboren aus einer individuellen und kollektiven Sehnsucht: Aus der Sehnsucht nach Erlösung, nach Liebe, nach Frieden, Vergebung … Oder aus der Sehnsucht nach Rache, Vergeltung, Macht, Unsterblichkeit ... Häufig auch verbunden mit der Sehnsucht nach tiefer Verbindung, Zugehörigkeit und Geborgenheit, die allein über die menschliche Ebene nicht gestillt werden kann.

 

All dies ist zutiefst menschlich. Wir brauchen „es“ nicht zu verstecken. Schon gar nicht vor uns selbst. Und auch nicht vor "unserem Gott".

 

Dein Gott ist ein Spiegel deiner Sehnsucht. Ein ewig hungriger Spiegel. Er/Sie/Es nährt sich von deiner Sehnsucht. Dein Gott braucht deine Liebe, deine Rache, deine ewige Suche nach Weisheit, damit er/sie/es nicht zu einer blutleeren Idee degeneriert, dem Hauch einer verblassenden Erinnerung, die irgendwo in alten Überlieferungen, in leeren Gebetshäusern und vertrockneten Heiligen Hainen verstaubt und verhallt. 

 

Du nährst deinen Gott. Dein Gott nährt dich. Geben und Nehmen. Ewiger Kreislauf.

 

Amen. Heilir Æsir, heilar Ásynjur, og öll ginnheilög goð. As-salamu ‘alaikum wa rahmatu-llah. Oṃ āḥ hūṃ vajra guru padma siddhi hūṃ …

 

© Ann-Uta Beißwenger 2016

 

Der Artikel hat Ihnen gefallen, hat Sie inspiriert – Sie möchten mehr davon?

Geben und Nehmen. Bitte unterstützen Sie meine Arbeit, damit ich sie für Sie weiter fortsetzen kann:

 

 

 

 

Ab sofort über den Buchhandel und online erhältlich, mein Buch (in Print- und Ebook-Version):

 

Wortgemälde für den Weg

Eine Liebeserklärung an das Leben, den Tod und das Dazwischen

Lyrik - Kurzprosa - Fragmente

ISBN: 978-3-7412-7390-2

TB, 264 Seiten

 

 

Zurück zur Übersicht
Empfehlen Sie diesen Beitrag weiter!

Kommentare

Kein Kommentar gefunden

Kommentar hinzufügen