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"Finals almost done ...

Just one more

Live-thing to run

My ears ache

Need a break

Hope all the strain

Mixing fixing

Master disaster

Was not in vain 

(But anyhow

Have to admit

Beyond the pain

Still had some fun) ... "

(AnU, 13th of September 2019, the day after)

 

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Über das Wesen & Wirken von Anhaftungen ...

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Als ich während eines Dharma-Vortrags über Buddhistische Psychologie das erste Mal von „Anhaftungen“ hörte, hatte ich zugegebenermaßen komische Bilder. Dennoch – der Begriff und die Idee(n) dahinter, faszinierten mich sofort. Das ist jetzt viele Jahre her. Das Erstellen von Anhaftungsdiagnosen ist zum integralen Bestandteil meiner Arbeit geworden ... zu einer neuen Anhaftung ;).
 
An und für sich ist alles ganz simpel: Wir marschieren durch unseren Alltag, haben auf dem Weg die eine oder andere Begegnung, sei es mit Menschen, Dingen und/oder Ideen und das „macht was mit uns“: Wir gehen in Wechselwirkung. Es kommt zu im wahrsten Sinne des Wortes „vorüber gehenden“ Anziehungs- und Abstoßungsphänomenen verschiedenster Art. Eigentlich ein einfaches Naturphänomen.
Wären da nicht die Anhaftungen ...
 
Unsere Anhaftungen sorgen dafür, dass es nicht beim einfachen und vorüber-gehenden Anziehen und Abstoßen bleibt: Zielsicher und überaus effektiv filtern wir aus all den Möglichkeiten unseres (Er)Lebens im Hier und Jetzt jene Phänomene heraus, die unserer – oft über viele Generationen gehegten und gepflegten – Anhaftungs-Tradition zuspielen und sie weiter am Leben erhalten.
 
An wem oder was haften wir eigentlich an?
An den Emotionen.
Vergessen Sie das ganze Drumherum-Getue – es geht nicht um den Menschen, das Tier, die Pflanze, das Kleid, den Job ... endlose Fortsetzung ... es geht einzig und allein um die Emotion, die Ihnen dieses Objekt im jeweiligen Setting ermöglicht.
 
Genau wie im Falle von „anderen Drogen“: Keiner nimmt eine Substanz weil sie lila ist oder eine dreieckige Form hat – sie wird eingeworfen, weil sie ein bestimmtes Gefühl erzeugt. Oder Bilder, die wiederum bestimmte Emotionen in uns auslösen.
So einfach ist das.
 
Wir Menschen sind Emo-Junkies.
 
Hier liegen unsere Anhaftungen – hier liegen unsere Fallstricke und auch unsere Möglichkeiten und die Einflugschneise in die Freiheit.
 
Sofern wir begreifen, dass wir den Zugang zu den Emotionen nicht verlieren, wenn wir die Anhaftung an sie frei geben. Im Gegenteil – es  wird wesentlich abwechslungsreicher, leichtfüßiger und intensiver in unserem Leben, da nicht mehr so viel persönlicher und kollektiver Ballast mitschwingen muss, wenn wir uns z.B. freuen: Wir dürfen uns freuen, weil wir uns freuen und kollektive Moral und Schuldkonzepte können unsere Freude im Hier und Jetzt nicht mehr „kontaminieren“. Tiefe Freude in Reinkultur – einfach so – na, wie wäre das?
Oder wahlweise tiefe Trauer, in der wir unseren Verlust tief in unserem Herzen spüren und heilen - ohne projektive und kollektive Geschichten zu bemühen und als künstlichen Geschmacksverstärker zu benutzen.
 
Wieso haften wir so sehr an unseren Anhaftungen?
 
Wir tun dies in der Regel nicht, weil es uns Spaß macht. Das wäre durchaus legitim.
Wir tun dies, weil wir Rechnungen offen haben ( besser gesagt „offen halten“) und immer noch sauer auf die Kommentare unserer alten Schulfreundin sind, damit wir eine potente Quelle für unseren Ärger und Zorn haben. Weil wir mit unseren individuellen und kollektiven Altlasten keinen Frieden finden und Opa immer noch an allem schuld ist, damit wir das Gefühl der eigenen Wertlosigkeit aufrechterhalten können.
Weil wir den Schmerz über den frühen Tod der Mutter immer noch dazu benutzen, in unserem Leben nicht in die Puschen zu kommen, um uns weiterhin in unserer Trägheit und Dumpfheit zu suhlen.
 
Wir können (und wollen) sie einfach nicht frei geben, unsere ambivalenten Emo-Liebschaften aus Schmerz, Reue, Zweifel ... was auch immer.
Weil wir im tiefsten Inneren zu feige und bequem sind, um uns wirklich frei und bewusst durch unser Leben bewegen zu wollen.
 
Der Frühling naht und mit ihm die jahreszeitlichen Kräfte und Impulse des Wachstums und der Bewegung.
 
Nutzen Sie die Zeit. Machen Sie sauber. Räumen Sie auf. Extrahieren und identifizieren Sie Ihre Anhaftungsobjekte. Betrachten Sie Ihre Eifersucht, Ihre Rache und Ihre Sehnsucht nach Liebe mit Wohlwollen.
Befreien Sie Ihre Emotionen von Ihren persönlichen Geschichten.
Auch Emotionen haben ein Recht auf Freiheit.
... genau wie Sie.
 
 
 
© Ann-Uta Beißwenger 2016
 
 

Veranstaltungstipps:

 
Wut, Zorn und Rache - anerkennen und integrieren am 23. April 2016 in Kassel
Zeit zur Ent-Sorgung - 05. bis 08. Mai 2016 - Naturtherapeutischer Retreat in der Region Habichtswald
Neid, Eifersucht & Konkurrenz - erkennen, verstehen und transformieren am 11. Juni 2016 in Kassel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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