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herzlich willkommen in meinem Blog! Welcome to my blog!
 
Mein Name ist AnU.
In meinem Blog könnt ihr meinen Werde-Gang vom kreativen Freestyle-Nerd zur (hoffentlich) professionellen Audio- und Musikproduzentin verfolgen.
Aktuell studiere ich an der Deutschen Pop, um meiner Kreativität ein technisch-professionelles Fundament "zu verpassen"  ...
 
My name is AnU.
I am a creative nerd on her stubborn and dedicated path towards professionalization in the limitless wonderland of sounds and words.
For this end (and some others) I am studying professional audio-production and music-design at Deutsche Pop.
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Über Kraft – Orte & Orte der Kraft ...

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Manche Orte sprechen uns auf persönlicher Ebene an – wir gehen mit ihnen in unmittelbare Resonanz. Beim Betreten des Orts werden intensive Empfindungen auf körperlicher und emotionaler Ebene wach gerufen. Oder wir haben plötzlich Gedankengänge und Ideen, die uns „überfallen“ und überraschen, vielleicht auch erschrecken.

 

Andere Orte sind eng verwoben mit unserem Kollektivgedächtnis: Historische Begebenheiten und Bedeutungszuschreibungen haben einen vielschichtigen Ortskörper gewoben, der auf unterschiedliche Weise mit uns in Verbindung tritt und Resonanzphänomene hervorrufen kann.

 

Ein Ort wird zum Ort der Kraft, wenn wir beim Betreten desselben, in diffuse oder auch konkrete Wechselwirkungen mit ihm treten. Der Platz macht was mit uns. Lädt uns ein, in sein Kraft-Feld. Wir gehen in Kontakt – öffnen uns. Oder schneiden uns ab – verschließen uns.

 

Suchen wir den Ort häufiger auf, um dort bestimmte energetische Phänomene anzutreffen oder zu intensivieren, kann dieser Ort zu einem persönlichen Kraft-Ort werden, den wir immer wieder gezielt ansteuern.

Kraft-Ort und Mensch knüpfen eine Beziehung, die idealerweise zu wechselseitiger Entwicklung führt.

Auf der Grundlage von Achtsamkeit und Respekt können beide davon profitieren und daran wachsen.

 

Wichtig dabei ist – und häufig vergessen in unserer einbahnstraßigen egozentrierten Konsumgesellschaft – dass wir die Grundsätze des Gebens und Nehmens, der Balance, berücksichtigen.

Wenn wir einen Ort aufsuchen, weil wir erschöpft sind und uns seiner Lebendigkeit bedienen, hinterlassen wir an dem Ort etwas zum Ausgleich: Eine Opfergabe für die dort lebenden Tiere, ein Lied, ein Gedicht. Keineswegs sollten wir unseren Müll dort hinterlassen. Vor allem nicht unsere materiellen Abfälle, die nicht oder nur mühsam von der Natur kompostierbar sind.

 

Kollektive Kraft-Orte sind eine komplexe Angelegenheit. Quer durch historische Zeitepochen werden sie als Anziehungspunkte und Kraft-Orte von Generation zu Generation weitergereicht – häufig verbunden mit einem vom jeweiligen Zeit-Geist und damit einhergehenden Machtinteressen anbe-raum-ten Gestaltwandel des Orts.

 

Praktisch Jede/r kennt Kirchen oder Moscheen, die auf ehemaligen Naturheiligtümern errichtet wurden. Zum einen als „Ansage“ und Machtdemonstration, wer hier jetzt das Sagen hat. Zum anderen, um sich der Kräfte und Mächte vor Ort zu bedienen, sie für die eigenen Absichten zu kanalisieren und einzusetzen.

 

Die historischen Rattenschwänze und die vielzähligen Gestaltwandelprozesse führen dazu, dass die ursprüngliche Einzigartigkeit und Kraft des Orts zunehmend überarbeitet und bisweilen auch bis zur Unkenntlichkeit verwässert und/oder durch die jeweils herrschende Ideologie überformt wird.

Es ist dann als Besucher/in eines solchen Orts sehr schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen und die „eigentliche Kraft“ des Orts aufzuspüren und herauszufiltern.

 

 

Wie wird ein Ort zum kollektiven Kraft-Ort?

 

Meist beginnt es mit einer ortsgebundenen Besonderheit: Geologische Verwerfungen aufgrund von z.B. urzeitlichen Vulkanaktivitäten, Formierung bestimmter Gesteinsschichten im Erdboden, unterirdische Wasseradern und –kreuzungen. Sie alle führen zu verschiedenen energetischen Phänomenen, die sich in oberirdischen Abdrücken widerspiegeln.

Um diese auszumachen, muss man kein Rutengänger sein.

Sichtbare Anhaltspunkte gibt die Natur: skurrile Vegetations- und/oder Gesteinsformationen, verwunschene Quellen, Seen, ein besonderes Tiervorkommen ...

 

Die Anhaltspunkte sind hier im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen: Sie laden ein zum punktuellen Anhalten, zum Verweilen: Mensch und Tier finden sich gerne an jenen Orten ein, um sich dort auf-zu-halten. Führt der Aufenthalt wiederholt zu positiven Erfahrungen von allumfassender Regeneration bis hin zu Heilungsphänomenen, das Empfangen von Visionen, das intensive Erleben von Gemeinschaft und Verbundenheit wird er vom Menschen „territorial markiert“, z.B. durch Steinhaufen (als Symbol für das Weibliche und die Verbindung zur Erde) und lange Äste (als Symbol für das Männliche und die Verbindung zum Himmel) in Form der allgegenwärtigen Ovoos in der Mongolei, Baumskulpturen oder durch Einfriedungen im Germanischen und Keltischen. Der Ort ist nun als „Kraft-Ort“ von der restlichen Umgebung abgegrenzt und für zukünftige Besucher gekennzeichnet. Er dient damit als Plattform für die Begegnung von Mensch und Spiritualität, verbindet die Kräfte von Himmel und Erde und stellt einen High-Speed-Verbindungskanal zum Göttlichen bereit.

 

Auch wiederholte „negative“, im Sinne von unangenehmen Erlebnissen an einem Ort führen zu dessen Markierung: Der Ort wird gemieden, der „Volksmund“ warnt vor dem Betreten und Durchschreiten des Areals, oft durch entsprechende Sagen und Geschichten untermauert, transportiert und weiter verbreitet.

 

Manchmal ist der Ort durch die landschaftlichen Besonderheiten bereits unübersehbar von der Umgebung unterscheidbar. Er hat sich selbst markiert, in dem er durch auffallende Gesteins- und Baumanordnungen, Muster und Strukturen schafft, die „ihn“ aus der Umgegend herausstechen lassen. Vielleicht erinnern seine Ausgestaltungen und Formen an bestimmte Gott- und Wesenheiten und lassen die Anwesenheit und Wirkmacht spiritueller Kräfte vermuten ... Oder die landschaftlichen Besonderheiten zeigen eine Brücke zwischen den Welten an, z.B. einige Sumpfgebiete und Opfermoore im heutigen Schleswig-Holstein, die in germanischer Zeit als Tor zur Unterwelt für viel-gestaltige Opferungen genutzt wurden.

 

Die Neugier von Mensch und Tier ist geweckt – der Ort wird zum Anziehungspunkt. Er wird wahr-genommen.

Hält er darüber hinaus noch besondere Möglichkeiten bereit, z.B. zur Beobachtung der Sonnenwenden, macht ihn das als (potentielle) Kultstätte um so interessanter und wertvoller. Durch die verschiedenen Kulthandlungen erfährt der Ort Bestätigung, wird genährt und entfaltet sich weiter.

Wir finden dies in unseren Breitengraden z.B. an den Externsteinen im Teutoburger Wald, an den Helfensteinen auf dem Dörnberg und in den überlieferten Heiligen Hainen unserer verbliebenen Urwälder.

 

Der Mensch setzt sich auf die Eigen-Markierung des Ortes. Indem er die lokalen Eigenschaften erkennt, nutzt, verstärkt und intensiviert, gegebenenfalls modelliert und seinen Anliegen und Bedürfnissen anpasst. Das menschliche Tun wiederum wirkt zurück auf die Natur des Ortes und beeinflusst dessen weitere Entwicklung.

Letzteres gilt für jeden Ort – nicht nur für kollektive Kraft-Orte.

 

Was unterscheidet einen z.B. Wohn-Ort von einem Kraft-Ort?

Erfahrungen und Überlieferungen, auf deren Grundlage dem Kraft-Ort spirituell-kultische Bedeutung attributiert und zuerkannt wird.

Diese wiederum wird durch die gegenwärtige Praxis oder zumindest durch Denk-Mal-Setzung und Geschichtsschreibung lebendig gehalten – im Andenken an vergangene Zeiten an der Oberfläche konserviert (will heißen: „unten drunter“ ist der Kraft-Ort weiterhin wirksam, so es denn einer ist).

 

Impuls(e) für die eigene Praxis:

 

a) persönliche Kraft-Orte

Begeben Sie sich auf die Suche nach Ihrem persönlichen Kraft-Ort.

So Sie bereits einen solchen „haben“, besuchen Sie ihn, intensivieren Sie die Beziehung zwischen Ihnen und dem Ort.

Was genau macht die Kraft Ihres Ortes aus – was suchen Sie in und durch ihn?

 

b) kollektive Kraft-Orte

Forschen Sie anhand von Sagen, Überlieferungen und auch von regionalen Landkarten nach, wo sich in Ihrer Gegend traditionelle Kraft-Orte befinden.

Statten Sie auch ihnen einen Besuch ab.

Versuchen Sie sich auf den vielschichtigen historischen und gegenwärtigen Ortskörper einzulassen. Welche „Gestalt(en)“ sehen Sie in dem Ort? Wie reagieren Sie auf den Ort, was macht „er“ mit Ihnen?

 

 

 

 

Text und Fotos (Externsteine, Mongolisches Altai-Gebirge, Helfensteine) © Ann-Uta Beißwenger 2016

 

 

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Weiterführende Literatur, z.B.:

 

 

 

Die nächsten Outdoor-Veranstaltungen an verschiedenen Orten in der Natur:

05. – 08. Mai: Zeit zur Ent-Sorgung – Auszeit im Habichtswald

26. – 29. Mai: Wege in die Kraft & LebensLust – Visionssuche in der Region Habichtswald

24. – 26. Juni: Von der Idee in die Manifestation – Kreatief-Auszeit an malerischen Kraft-Orten in der Region Habichtswald

neu: 08. – 10. Juli: Vision, Wandel & Wurzeln – Visionssuche an den Helfensteinen auf dem Dörnberg

 

 

 

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