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Schamanismus, Musik & Worte ...

 

Die Musik und die Dichtung sind eng mit dem schamanischen Wirken verwoben:

 

Die Musik ist das Reitpferd des Schamanen. Er/sie/es braucht sie, um die Bindung an das Hier und Jetzt für seine jeweilige Arbeit bewusst außer Kraft zu setzen. Um sich in andere Zeiten und Räumlichkeiten hineinbewegen zu können und dort nicht verloren zu gehen. 

 

Das Reitpferd (oder der Reitvogel … Reitfisch ...) kann dabei der kraftvolle Klang einer Rahmentrommel, der schrillzarte Klang einer Flöte, der basslastige Sound eines modernen Synthesizers, … sein. 

Die Welt der Klänge ist genauso unendlich wie die Reisenotwendigkeiten eines Schamanen. Begrenzend wirken nur das menschliche Hirn und die jeweils vor Ort (nicht) vorhandenen Ressourcen.

 

Entscheidend ist, dass „Klang und Anlass“ zusammenpassen. In vielen Traditionen, v.a. im afro-karibischen Raum gibt es bestimmte Trommel-species und Rhythmus-patterns, die einer Gottheit (orisha/loa) zugeordnet sind. Sie werden bei ihnen gewidmeten Ritualen und Zeremonien gespielt, meist begleitet von speziellen Gesängen und Tänzen. In manchen europäischen Kulturen gibt es den Brauch, bestimmte Wesenheiten mit dafür eigens komponierten Flötenmelodien herbeizurufen. Im nepalesischen Schamanismus übernehmen diese Aufgabe z.T. tibetische Tempelglocken, in der Mongolei die Maultrommel vor dem eigentlichen Beginn der Ritualarbeit.

 

Die „fest komponierten“ Rhythmen/Melodien haben den Vorteil, dass sowohl das Unterbewusstsein des Praktizierenden, wie auch die spirits diese wiedererkennen und dadurch die schamanische Arbeit erleichtert und intensiviert wird. Jedesmal, wenn du den Trommelrhythmus oder die Flötenmelodie wiederholst, wird die Straße zu den Ancient Ones breiter und stabiler.

 

Das gilt auch für den therapeutischen Einsatz von schamanischen Techniken. Es macht durchaus Sinn, für wiederkehrende Indikationen fest arrangierte Parts zu haben. Die Herausforderung besteht dann darin, gleichzeitig offen zu bleiben, um aus dem jeweiligen Moment heraus zur Unterstützung des Heilweges "passend" improvisieren zu können.

 

Die Worte, insbesondere jene im Format der Dichtung, dienen der direkten Kommunikation: Sie rufen die Helfer, laden sie ein. Oder sie signalisieren unerwünschten Wesenheiten, dass sie besser fernbleiben sollen.

Im Verlauf eines Rituals versuchen Worte, die message der spirits in für den Menschen begreifbare Einheiten zu übersetzen.

 

Manchmal ist es für Heilungsprozesse hilfreicher, die Kommunikationsinhalte der Anderen Welten nicht in hirnverdauliche Worte hineinzuzwingen. Es sind immer noch Worte, jedoch solche, deren Bedeutungen sich eher auf emotionaler, als auf mentaler Ebene mitteilen.

 

Die Bedeutungen werden so nicht durch den gewohnheitsbasierten, verstandesmäßigen Verurteilungsfilter abgefischt. Sie rutschen direkt ins Herz und erst von dort ins Hirn – wenn man sich denn darauf einlassen kann.

 

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