Hey everyone,
 
after my excursions into german lyrics and some annoyance among my non-German-speaking sonic friends ... I am happy to present my new single and experiment "Black Sea White Bones". It has just gone live on Apple/Spotify ... . As you might guess from the title, it has english lyrics, yes! 
 
Above I wrote "experiment". 
On my previous english album "Gender is a Bitch" I had started to work with pitched versions of my vocals to provide space for my male me.
I continued to work on this, meanwhile heavily inspired and encouraged by #Skynd who I really adore for their vocal- and music-production-arts!
 
Therefore you'll find my own version of a pitched vocal style mixed with my original vocals on this release ... sung and Rap-wise ... embedded into a crunchy-alternative-heavy-metal composition with a lot of Lady Hagström. 
 
Check it out here ... (mainly "ordinary" vocals in this sound-snap however) ... 
 
Foto/CD-Cover-Design © Wotan Beißwenger, 16th of July 2021; all rights reserved.
 

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BLOG-WISE - the new generation


Transgender: Ann-Uta → AnU → Wotan oder die schrittweise Dezimierung von Lebenslügen ...

Nicht nur die HP befindet sich aktuell im Update und Upgrade. Auch ich selbst. Ann-Uta gibt es schon lange nicht mehr. Ein "dead name" wie man in der LGBT-Szene sagt. AnU war eine hilfreiche Übergangslösung, um mich im Nicht-binären zwischen zu parken und alles zum drillionsten Mal für mich zu reflektieren. AnU war die kleinere Lüge, aber halt immer noch Lüge. Zeit zum Aufräumen, den Wanderer von der Leine zu lassen. Zeit für Wotan ... 

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Meine Homepage befindet sich im Upgrade!

Liebe Interessenten,

Liebe Leser und Leserinnen!

Mein Blog befindet sich derzeit, wie die ganze Homepage, in einem größeren Upgrade. - Und das bei "laufender Kamera"... Bitte habt Verständnis, falls jetzt das eine oder andere noch nicht ganz rund läuft! Ich arbeite mit Hochdruck an der Aktualität und Verfügbarkeit meines web-Auftritts.

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Archiv (Blog bis 1. Juli 2021)

 

Über sichtbare und unsichtbare Bedrohungsszenarien und zarte Hoffnungsschimmer … 

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Gestern nach dem vierten Versuch innerhalb von drei Tagen vermochte ich tatsächlich, eine (!) Packung Klopapier zu erjagen. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass mich dieser Sachverhalt zu einem Gefühl des Triumphs hinreißen würde! Der Ladenpreis war hoch, doch noch höher war der Preis des den Panikwellen anderer ausgeliefert zu werdens, während dem erneut viel zu dicht aufgereihtem, endlosen Warten an der einzigen, besetzten Kasse. Auf meinen wohlgemeinten Hinweis in Richtung der aufgeregten alten Dame vor meinem Gesicht, sie möge doch bitte den Mindestabstand einhalten (immer wenn ich ihr auswich, rückte sie kreischend nach), entgegnete sie mir: „Das wird doch nur über die Luft übertragen!“, und ich solle mich nicht so anstellen. Nach einigen Sekunden Eigenregulation im Sinne von „mach' hier keine Szene … und die hat halt Angst, hat vielleicht als Embryo noch den "Kriech" miterlebt“, habe ich mich bemüht, ihr den Tröpfchen-Übertragungsweg ruhig aber bestimmt zu vermitteln. Darauf hin hat sie sich 1 Meter wegbewegt und verschonte mich mit weiterem feuchten Panikzugetexte. Immerhin!

 

Abends dann, die Ansprache der Kanzlerin. Ich lauschte gebannt, und ja, ich freute mich über die Worte, die so klar, nüchtern, aber dennoch besorgt und (endlich!) bestimmt rüberkamen …. doch dann Feuerwehr und noch mehr Feuerwehr und nein, sie fuhren nicht vorbei wie sonst, sondern blieben vor unserem Haus stehen. Bis das dann in meinem Frontalhirn und nochmal später in meiner exekutiven Muskulatur ankam und ich schließlich zum Fenster rannte, stand schon die gesamte Nachbarschaft gegenüber auf der anderen Straßenseite und schaute rüber. Das an mein Domizil angrenzende Haus brannte und die Funken flogen an meinem Dachfenster vorbei. *hmm … nun das noch. Einen Rucksack gepackt, mit dem Notwendigsten, für alle Fälle. Doch was ist eigentlich das Notwendigste? Papiere, MacBook, Festplatten … wenigstens ein Keyboard … Querflöte oder Hagström? Dann die Entwarnung, wir konnten bleiben, nur die Nachbarn wurden evakuiert. Das war knapp. Und es war der dritte Brand „seit Corona“ in unserem Denker-Viertel. *hmm …

 

Ja, da gibt es Corona und es lauert irgendwo im Hinterhalt, unsichtbar und potenziell fies. Und dann gibt es all die anderen Dinge, die äußerst sichtbar und auch fies sind, die sich überhaupt nicht durch das, was unsichtbar lauert, beeindrucken lassen.

Wir können auch weiterhin an einem Herzinfarkt sterben, von einem Auto überfahren werden und einem Brand zum Opfer fallen. Vielleicht sogar eher noch „als sonst“: Die ganze Panikenergie ist auf das Virus abonniert. Man/frau verliert den Blick für das Drumherum. Vielleicht verlieren wir auch die Kapazitäten für das Drumherum. Denn so multitaskingfähig wie wir uns gerne präsentieren, sind wir möglicherweise gar nicht.

 

Der Morgen danach … gerade komme ich von einem Überlebensmittel-Einkaufseinsatz.

Ich hatte wirklich Bedenken, es noch einmal zu wagen. Aufgrund meiner aktuellen Lebenssituation habe ich gar nicht die finanziellen Mittel und auch nicht den Stauraum zu hamstern, und ich frage mich schon die ganze Zeit, wie die „Masse“ das eigentlich so hinbekommt. Na, ja, vielleicht geht der Trend vom Boxspringbett zum Toilagerstapelbett. Not macht bekanntlich erfinderisch.

Oh Wunder! Eine Nacht nach Merkels Ansage, *wow: Die Mindestabstände werden eingehalten … ok, gepanikt wird immer noch lautstark, also noch lauter, um den Mindestabstand zu überbrücken. Aber wozu gibt es MUSIC und Airpods, den Technikgöttern sei Dank: "Hey Siri, mach' die Musik lauter ... !"

 

Überarbeitung 20. März 2020:

Das "Wunder" war singulärer Natur: Wie sich im Verlauf des Tages zeigte, ereilte es lediglich den Biomarkt und die DHL-Poststelle. Das Ignorieren zieht sich durch sämtliche Altersgruppen und betrifft durchaus Menschen, deren Augen noch nicht völlig entleert und abgestumpft sind. Was es jetzt nicht wirklich besser macht. In Cafés und auf Parkbänken dicht auf dicht hockende Rentner (!) .... wie war das nochmal? "Weshalb" machen wir das hier alles? Voll besetzte Spielplätze, nicht nur mit Kindern, sondern auch mit "aufpassenden", aber ansonsten ignoranten Erwachsenen. Vielerorts sich gruppierende Jugendliche: "Hallo Fridays-for-Future-Generation .... ok, dabei geht es vor allem um eure Zukunft. Aber vielleicht ist es jetzt mal an der Zeit, an das Hier und Jetzt und an die unmittelbare Zukunft zu denken, nicht nur an die eurige, sondern darüber hinaus an die eurer Großeltern und kranken Familienmitglieder ... die haben nämlich auch ein Recht auf eine Zukunft, genau wie ihr!"

 

Vielleicht kommt uns das freundlicherweise herannahende "arktische Tief" in den nächsten Tagen zuhilfe. Es deckelt die Versammlungsbereitschaft an frischer Luft, man könnte sich ja erkälten. Aber das kann nur Notbehelf sein. Kriegen wir das wirklich nicht ohne "äußere Autoritäten" auf die Kette? Brauchen wir immer wieder einen Kaiser, Diktator, whatsoever, der /die/das uns unter Androhung von "Bestrafung" an die Leine nimmt ... und vor allem ..., der uns das Denken abnimmt?

 

Dennoch so krass das alles ist, was aktuell passiert …: Corona ist eine fette Chance, ein brutaler Spiegel, der uns Menschen vor das verwöhnte Wohlstandsnäschen gehalten wird. Der Blick in die menschlichen Abgründe ist wunderbar ernüchternd. Man weiß wieder, woran man ist! Illusionen werden auf den Kopf gestellt: Ich gebe zu, ich habe bisher immer mehr an "der Politik" gezweifelt als am "Volk". Jetzt bin ich etwas vorsichtiger geworden mit solchen Pauschalisierungen - egal in welche Richtung sie zielen ... 

Da auch das sich im Rudel zusammenrotten und gemeinschaftlich „hochjammern“ zumindest in physischer Manifestation zur Zeit erschwert wird, ist die Corona-Krise eine super Gelegenheit zu schauen, was die eigene kleine Welt wirklich im tiefsten Innern zusammenhält. Was für den Einzelnen wirklich zählt. Und was man selbst als Individuum dazu beitragen kann, damit diese Erde wieder bereit ist, auch uns Menschtieren erneut ihr wohlwollendes Asyl zu gewähren.

Das wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, um Herz und Hirn in diesem Sinne einzusetzen, und die Hirnwindungen nicht weiteren statistikbasierten Panikspiralen zu überlassen.

 

© Ann-Uta Beißwenger, 19. März 2020

 

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